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Wort am Sonntag 18.10.2026 – Zwischen Geheimnissen, Kochlöffeln und kreativen Höhenflügen

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18. Oktober 2026

Wer ist eigentlich Sam Norvik?

Ich könnte mir vorstellen, dass der eine oder andere von euch in den vergangenen Tagen über ein neues Instagram-Profil gestolpert ist. Ein bisschen düster, ein bisschen geheimnisvoll und mit einem Namen, der bisher hier noch nie aufgetaucht ist: Sam Norvik.

Und vielleicht sitzt jetzt jemand mit seinem Sonntagskaffee vor meinem Blog und denkt: Na endlich! Heute wird sie uns erzählen, was es damit auf sich hat.

Tja.

Nö. 😁

Ich weiß, das ist gemein. Erst neugierig machen und dann die Tür vor der Nase zuschlagen. Aber ein bisschen Spannung muss schließlich sein.

Wer Sam Norvik kennenlernen möchte, muss vorerst den Geheimnissen auf Instagram folgen. Dort werden nach und nach Spuren gelegt, Fragen aufgeworfen und vielleicht irgendwann auch Antworten geliefert.

Nur so viel: Hinter diesem Namen steckt etwas, das mich gerade ziemlich beschäftigt. Etwas, in das viel Zeit, Herzblut und Kreativität fließen.

Und nein, mehr verrate ich heute nicht.

Manche Geheimnisse sind schließlich viel zu schön, um sie gleich am Anfang auszuplaudern.

Ihr habt abgestimmt. Und ich habe gestaunt.

Eure Themenwünsche – das Ergebnis

Die Ergebnisse eurer Themenumfrage in Prozent.

Persönliche Geschichten20 %
Überrasch mich16,7 %
Rezepte13,3 %
Freundschaft13,3 %
Reisen11,7 %
Alltag8,3 %
Gesundheit5 %
Kindheit5 %
Musik5 %
Politik & Gesellschaft1,7 %
Mehrfachauswahl war möglich.

Letzten Sonntag wollte ich von euch wissen, welche Themen ihr hier künftig häufiger lesen möchtet.

Und was soll ich sagen? Ich fand das Ergebnis gleichermaßen spannend, überraschend und an manchen Stellen auch ein klitzekleines bisschen ernüchternd.

Persönliche Geschichten liegen ganz vorne. Offenbar mögt ihr es, wenn ich einfach aus meinem Leben erzähle. Wenn es mal lustig wird, mal nachdenklich, manchmal ziemlich persönlich und gelegentlich vielleicht auch ein bisschen unbequem.

Fast genauso weit vorne liegt „Überrasch mich“.

Das gefällt mir besonders gut. Denn eigentlich ist genau das die Idee hinter meinem „Wort am Sonntag“. Nicht jede Woche dasselbe Thema, nicht immer dieselbe Richtung. Sondern das, was mich gerade beschäftigt, begeistert, aufregt oder zum Nachdenken bringt.

Und dann wären da die Rezepte.

Really? Rezepte?! 😂

Ich gebe zu, diese Antwortmöglichkeit habe ich eher aus Spaß mit aufgenommen. Natürlich koche ich gerne. Natürlich fotografiere ich mein Essen. Und ja, manchmal sieht mein Instagram-Profil vermutlich aus, als würde ich heimlich versuchen, eine Karriere als Foodbloggerin zu starten.

Aber dass ihr tatsächlich mehr davon sehen wollt als nur die fertigen Teller, hat mich überrascht.

Ihr wollt also wissen, was vorher in der Pfanne passiert?

Na gut. Dann sollt ihr das bekommen.

Vielleicht gibt es künftig tatsächlich mal ein Rezept, eine kleine Küchengeschichte oder einen Einblick in meine kulinarischen Experimente. Wobei ich ausdrücklich darauf hinweisen möchte, dass meine Küche kein Fernsehstudio ist und ich beim Kochen durchaus auch mal improvisiere. Manchmal sogar erfolgreich.

Und dann kommen wir zu zwei Themen, bei denen ich ein bisschen schlucken musste.

Musik.

Ach, Leute.

Ich gebe zu, das hat mich schon ein kleines bisschen traurig gemacht. Musik war und ist ein wichtiger Teil meines Lebens. Sie hat mich begleitet, Menschen zusammengebracht, Erinnerungen geschaffen und mich durch Zeiten getragen, in denen Worte allein manchmal nicht gereicht haben.

Vielleicht ist mein Musikgeschmack einfach ein bisschen speziell. Vielleicht kennt ihr die Künstler nicht, die ich so gerne höre. Oder vielleicht habt ihr einfach andere Themen, über die ihr hier lieber lesen möchtet.

Alles legitim.

Aber so ganz verschwinden wird die Musik aus meinem Leben und damit auch aus diesem Blog sicher nicht.

Und dann: Politik und Gesellschaft. Ganz hinten.

Das hat mich tatsächlich überrascht.

Andererseits kann ich es auch verstehen. Wir werden jeden Tag von allen Seiten mit politischen Nachrichten, Diskussionen, Krisen und Meinungen bombardiert. Manchmal möchte man vermutlich einfach nur etwas lesen, das nichts mit der nächsten politischen Katastrophe zu tun hat.

Vielleicht interessiert sich auch nicht jeder so sehr dafür wie ich.

Aber ich muss euch leider enttäuschen: Ganz ersparen werde ich euch dieses Thema nicht können. Und ehrlich gesagt auch nicht wollen.

Es gibt Dinge, zu denen ich eine Meinung habe. Dinge, die mich ärgern, bewegen oder regelrecht fassungslos machen. Und manchmal müssen diese Gedanken einfach raus. Aus meinem Kopf, aus meinem Bauch, aus meinem ganzen System.

Und wo könnte ich das besser tun als hier?

Schließlich ist das mein Blog. Mein kleines Stück Internet, auf dem ich schreiben darf, was mich beschäftigt.

Keine Sorge, ich werde daraus keine wöchentliche Bundestagsdebatte machen. Aber gelegentlich wird es politisch. Vielleicht auch unbequem.

Damit müsst ihr leben. 😉

Insgesamt hat mir diese Abstimmung aber vor allem eines gezeigt: Ihr mögt die Mischung. Das Persönliche, das Nachdenkliche, die kleinen Geschichten und offenbar auch die gelegentliche Überraschung.

Und genau das macht mir Lust, hier weiterzuschreiben.

Titelbild zum Wort am Sonntag vom 18. Oktober 2026

Kreativer Höhenflug trifft körperliche Realität

Was geht ansonsten gerade so ab?

Eine ganze Menge. Zumindest in meinem Kopf.

Ich stecke momentan in einer Art kreativem Tunnel. Und zwar in einem ziemlich ausgeprägten.

Kennt ihr das, wenn plötzlich alles irgendwie zusammenpasst? Wenn Ideen nicht mühsam gesucht werden müssen, sondern einfach auftauchen? Wenn aus einem Gedanken der nächste entsteht und man am liebsten den ganzen Tag damit verbringen würde, Dinge zu entwickeln, zu schreiben, zu planen und auszuprobieren?

So ungefähr fühlt sich das gerade an.

Mein Kopf ist erstaunlich klar. Strukturiert. Kreativ. Wach.

Und ich genieße das unglaublich.

Das Verrückte daran ist nur, dass mein Körper offensichtlich eine etwas andere Vorstellung davon hat, wie wir unsere Tage verbringen sollten.

Der findet das aktuelle Wetter nämlich ungefähr so attraktiv wie ich eine Steuererklärung.

Kälte, Feuchtigkeit, Wetterwechsel – eine Kombination, bei der meine Gelenke und Muskeln regelmäßig beschließen, eine eigene Protestveranstaltung zu organisieren.

Und dann hatte ich auch noch die glorreiche Idee, meine Taltz-Spritze und die Grippeschutzimpfung auf denselben Tag zu legen.

Ob das wirklich die Ursache für mein momentanes körperliches Tief ist, weiß ich natürlich nicht. Aber sagen wir mal so: Mein Körper hat die Kombination nicht gerade mit Begeisterung aufgenommen.

Während mein Kopf also munter neue Ideen produziert, sitzt der Rest von mir gelegentlich daneben und sagt:

„Schön für dich. Aber wir machen jetzt Feierabend.“

Früher hätte mich das wahnsinnig gemacht.

Ich hätte versucht, dagegen anzukämpfen. Noch ein bisschen durchzuhalten. Noch schnell dieses eine Ding fertigzumachen. Und danach vielleicht noch drei weitere.

Weil ich immer dachte, dass man die Zeit nutzen muss, solange man kann. Dass man funktionieren sollte, wenn man etwas erreichen möchte.

Heute sehe ich das anders.

Nicht immer. Ich bin schließlich auch nur ein Mensch und gelegentlich immer noch ziemlich stur.

Aber ich habe gelernt, meinem Körper zuzuhören.

Wenn er eine Pause braucht, bekommt er eine. Wenn die Schmerzen zu viel werden, bleibt etwas liegen. Und wenn ein Tag nicht so funktioniert, wie ich ihn geplant habe, dann ist das eben so.

Ich muss nicht jeden guten Gedanken sofort in eine fertige Leistung verwandeln.

Das ist vielleicht eine der wichtigsten Erkenntnisse der vergangenen Jahre.

Vielleicht ist genau das gerade das Schöne

Denn trotz der körperlichen Einschränkungen fühle ich mich im Moment auf eine ganz besondere Weise lebendig.

Nicht, weil alles perfekt wäre. Ist es nicht.

Nicht, weil plötzlich alle gesundheitlichen Probleme verschwunden wären. Schön wär’s.

Sondern weil ich gerade etwas tue, das mir unglaublich viel gibt.

Ich erschaffe Dinge.

Ich schreibe, denke, entwickle Ideen. Ich probiere aus, verwerfe, fange neu an. Manchmal sitze ich vor einem Text und merke gar nicht, wie die Zeit vergeht.

Und das alles nicht, weil ich muss.

Sondern weil ich will.

Vielleicht ist das sogar der größte Unterschied zu früher.

Es geht nicht darum, jemandem etwas zu beweisen. Nicht darum, Erwartungen zu erfüllen oder möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zu schaffen.

Es geht einfach darum, Freude an etwas zu haben, das aus mir selbst heraus entsteht.

Und wenn ich dafür zwischendurch mit einer Wärmflasche auf dem Sofa lande, dann ist das eben Teil des kreativen Prozesses.

Andere Künstler haben ein Atelier.

Ich habe gelegentlich eine Heizdecke. 😁

Und was kommt jetzt?

Nun, offenbar mehr persönliche Geschichten, mehr Überraschungen und demnächst vielleicht tatsächlich das eine oder andere Rezept.

Ein bisschen Musik wird sich weiterhin einschleichen. Politik sowieso. Und was Sam Norvik angeht, bleibt es hier vorerst geheimnisvoll.

Ich werde mich jedenfalls nicht auf eine einzige Richtung festlegen. Dafür gibt es viel zu viele Dinge, die mich interessieren, beschäftigen und begeistern.

Und vielleicht ist genau das auch die schönste Erkenntnis aus eurer Abstimmung: Ich muss diesen Blog gar nicht in eine bestimmte Schublade stecken.

Ich darf einfach weiterschreiben.

Mal lustig. Mal ernst. Mal persönlich. Mal unbequem.

Und manchmal vielleicht auch einfach über ein verdammt gutes Essen.

Mein Kopf darf gerade ruhig ein bisschen schneller unterwegs sein als mein Körper. Solange ich nicht vergesse, dass beide zu mir gehören.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen wunderschönen Sonntag.

Passt auf euch auf, hört gelegentlich auf euren Körper und verliert vor lauter Alltag nicht die Lust auf die Dinge, die euch wirklich begeistern.

Und falls ihr heute noch nichts vorhabt: Vielleicht schaut ihr mal nach, wer dieser Sam Norvik eigentlich ist.

Aber sagt hinterher nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

Eure Sandra ❤️

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