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Wort am Sonntag 26.04.2026

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„Meine Woche in Bildern (ohne Bilder)

Ich habe diese Woche kaum Fotos gemacht.
Und trotzdem ist einiges passiert.

Montagmorgen.
Kaffee in der Hand, ein bisschen zu heiß. Ich stehe im Wohnzimmer und weiß nicht so richtig, wo ich zuerst hinschauen soll. Alles wirkt gleichzeitig vertraut und irgendwie schon fremd.
Später am Tag: ein Wartezimmer. Weißes Licht, leise Stimmen, dieses Gefühl, dass Zeit hier anders vergeht. Termine, die gerade zu oft Teil meines Alltags sind.

Dienstag.
Noch ein Termin. Andere Praxis, gleiches Gefühl. Ich sitze da, höre zu, nicke, nehme Dinge mit, die ich mir eigentlich nicht merken will. Draußen wirkt alles kurz zu laut.

Eine offene Notiz auf dem Handy.
Irgendwas mit To-dos, irgendwas mit Zukunft. Ich scrolle kurz, schließe sie wieder. Nicht heute.

Mittwoch.
Ein Gespräch, das eigentlich keines ist.
Zwei, drei Sätze, dann dieses höfliche Nicken. Ich merke, wie wenig ich gerade erklären will.

Ein kurzer Blick auf die neue Wohnung.
Nur Bilder, nur Maße, nur Gedanken. Und trotzdem entsteht da langsam ein Gefühl, das mehr ist als nur „bald“.

Donnerstag.
Ich sitze im Auto.
Motor aus, Fenster einen Spalt offen. Ich überbrücke Zeit, bevor ich weiter muss. Kein Handy, keine Musik. Nur ich und dieses leise Draußen. Ich hätte früher gedacht, dass mich das nervös macht. Tut es nicht.

Freitag.
Eine Nachricht ploppt auf.
„Alles gut bei dir?“
Ich tippe, lösche, tippe nochmal. Am Ende schreibe ich: „Ja.“ Und es stimmt irgendwie. Nur anders, als es klingt.

Samstag.
Frühstück mit meinem Bruder und meiner Schwägerin.
Ein ruhiger, schöner Start in den Tag. In das Wochenende. Es fühlt sich gut an.
Später: meine Besten. Erst ein klärendes Gespräch, dann gutes Essen, viel Lachen, Leichtigkeit.
So ein Tag, der nicht laut ist, aber bleibt.

Sonntag.
Der Blick aus dem Fenster.
Heute ist da wieder diese leichte Schwere. Ich merke sie, und ich lasse sie da sein, ohne direkt dagegen anzukämpfen. Vielleicht ist genau das gerade der Unterschied.
Vielleicht gehe ich später noch raus. Ein Stück laufen, ohne Ziel.

Vielleicht war das keine besondere Woche.
Aber sie war meine.

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