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Wort am Montag 13.07.2026

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Wort am Sonntag … mit einem Tag Verspätung.

Ja, ich weiß. Heute ist Montag. Bevor also die ersten Beschwerden eingehen: Das „Wort am Sonntag“ hat sich diese Woche kurzerhand gedacht, es macht Überstunden und erscheint einfach einen Tag später.


Asche auf mein Haupt.


Die letzte Woche war nämlich… sagen wir mal… sportlich. Und nein, ich meine nicht die Art von Sport, bei der man Kalorien verbrennt.

Wobei – wenn Renovieren, Schlafmangel und Arztbesuche als Fitnessprogramm zählen, müsste ich inzwischen eigentlich mindestens fünf Kilo leichter sein.


Zwischen Arztterminen, Telefonaten, Erledigungen und dem Endspurt in der alten Wohnung wusste ich irgendwann morgens nicht mehr, welcher Wochentag eigentlich gerade ist. Dazu kamen Nächte, die ihren Namen kaum verdient haben. Meine Arme sind nämlich nach wie vor der festen Überzeugung, dass Schlaf völlig überbewertet wird. Stattdessen schlafen sie lieber selbst regelmäßig ein und wecken mich gefühlt im Stundentakt auf. Ein Konzept, das ich persönlich für ausbaufähig halte.


Tagsüber ging es dann mit Farbeimer, Rolle und Pinsel weiter. Die alte Wohnung musste schließlich fertig werden. Mittlerweile bin ich fast überzeugt, dass ich nach dieser Aktion einen Nebenjob als Malerin annehmen könnte. Wobei ich vermutlich bei jedem Kunden erst einmal die Wandfarbe diskutiere. Denn ich habe eine bahnbrechende Erkenntnis gewonnen: Schwarze Wände lassen sich deutlich einfacher überstreichen als hellgraue. Ja, ihr habt richtig gelesen. Schwarz. Leichter. Als hellgrau. Das klingt ungefähr so logisch wie „Schokolade macht schlank“, scheint aber tatsächlich zu stimmen.


Zum Glück kam am Samstag großartige Unterstützung. Gemeinsam haben wir nochmal richtig Gas gegeben, sodass das Ende jetzt endlich in Sicht ist. Ich kann euch gar nicht sagen, wie erleichtert ich darüber bin. Irgendwann möchte man einfach wieder nur in einer Wohnung wohnen und nicht gleichzeitig auf zwei Baustellen leben.


Zwischendurch gab es aber auch schöne Momente. Einer davon war der Besuch bei meinem Bruder in der Werkstatt. Falls jemand im Raum Ludwigsburg eine wirklich gute Kfz-Werkstatt sucht, dann gibt es heute einfach mal unbezahlte Werbung: Autoservice Jausch.


Mein Auto hat jetzt wieder eine funktionierende Klimaanlage. Allein das ist bei den Temperaturen Gold wert. Und als wäre das nicht schon genug, gehen jetzt auch wieder alle Türen problemlos auf. Verrückte Zeiten. Man gewöhnt sich ja an vieles, bis einem plötzlich auffällt, wie angenehm es ist, wenn ein Auto einfach… funktioniert. Manchmal sind es eben die kleinen Dinge im Leben.


Und dann gab es noch etwas, worauf ich mich schon riesig freue.
Im November geht es wieder auf Kreuzfahrt.
Es wird genau dieselbe Route, die ich schon über den Jahreswechsel 2022 gemacht habe: Kanaren und Madeira. Manche würden vielleicht sagen: „Kennst du doch schon.“ Ich sage: „Na und?“ Es gibt Orte, zu denen man einfach gern zurückkehrt. Vor allem dann, wenn man weiß, dass dort Sonne, Meer, Entspannung und hoffentlich eine Woche ohne Farbeimer, Malervlies und Arzttermine auf einen warten.


Ich freue mich wahnsinnig darauf. Nicht nur auf die Reise selbst, sondern auch auf das Gefühl, mich nach diesem turbulenten Jahr einfach mal ein bisschen selbst zu belohnen. Ich glaube, das darf man manchmal. Ohne schlechtes Gewissen.

Apropos Veränderungen…


Ich habe außerdem eine neue Brille bekommen.
Ja… Frau Jausch sieht inzwischen nicht mehr nur in der Nähe schlechter. Das Alter arbeitet inzwischen offenbar im Schichtdienst und macht einfach überall ein bisschen mit.

Früher musste ich Speisekarten nur etwas weiter weg halten. Heute halte ich sie erst weiter weg, dann näher ran, drehe sie ins Licht, setze die Brille auf und hoffe einfach, dass das Restaurant nichts Kompliziertes auf der Karte stehen hat.

Der Körper entwickelt sich eben weiter – leider nicht immer in die Richtung, die man sich ausgesucht hätte.


Jetzt wird es aber noch einmal kurz ernst.


Vor einiger Zeit hatte ich geschrieben, dass ich den Rest des Jahres eigentlich einen kleinen Ärztedetox machen möchte. Einfach mal keine Wartezimmer, keine Überweisungen, keine Befunde und keine neuen Fragezeichen.


Nun ja… dieser Plan hat ungefähr genauso lange gehalten wie eine Diät auf einer Geburtstagsfeier.


Ich habe inzwischen eine Überweisung für die Spezialsprechstunde im RKU bekommen. Jetzt hoffe ich einfach, dass ich möglichst schnell einen Termin bekomme. Drückt mir bitte die Daumen.


Mein größter Wunsch ist gar nicht, dass dort jemand sofort alle Antworten hat. Ich wünsche mir einfach, dass endlich einmal die komplette Shit-Bingo-Karte meiner gesundheitlichen Baustellen auf dem Tisch liegt und sich jemand das Gesamtbild anschaut. Nicht immer nur das nächste einzelne Kästchen abhakt, sondern versucht, die Punkte miteinander zu verbinden. Vielleicht ergibt dieses Puzzle ja irgendwann endlich ein verständliches Bild.


Bis dahin mache ich einfach weiter.


Mit Humor.
Mit einer neuen Brille.
Mit funktionierender Klimaanlage.
Mit fast abgeschlossener Renovierung.
Mit Vorfreude auf den November.


Und mit der Hoffnung, dass irgendwann auch wieder etwas mehr Ruhe einkehrt.
Ich wünsche euch eine wunderschöne Woche. Passt gut auf euch auf. Und falls das nächste „Wort am Sonntag“ wieder erst montags erscheint… dann nennen wir das einfach Tradition. 😉

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