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Wort am Samstag 19.09.2026

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Ich glaube, ich bin gerade ziemlich glücklich.

Ich muss heute mal etwas gestehen:

Ich habe gerade verdammt wenig zu meckern.

Und das ist für einen Sonntagstext von mir ja fast schon verdächtig. 😂

Keine große Baustellenanalyse, kein „Was läuft eigentlich gerade alles schief?“, kein philosophisches Zerlegen meines Lebens in seine Einzelteile.

Heute gibt es einfach mal eine Sammlung von Dingen, die mich gerade glücklich machen.

Von Menschen, Momenten, kleinen Alltagsfreuden und ein paar ziemlich großartigen Dingen, auf die ich mich freue.

Und vielleicht ist genau das gerade das Schönste daran:

Ich merke, dass ich wieder viel öfter innehalte und denke:

„Scheiße, ist das eigentlich schön gerade.“

Also los.

Heute wird nicht gemeckert.

Heute wird gefeiert.


Céline. Einfach Céline. ❤️

Fangen wir mit einer Frau an, bei der ich vermutlich nie objektiv sein werde:

Céline Dion.

58 Jahre alt, nach Jahren gesundheitlicher Probleme und einer langen Konzertpause wieder auf der Bühne – und dann steht diese Frau da und singt „All By Myself“.

Und zwar so, dass ich beim Anschauen dieser Schnipsel aus Paris einfach nur denke:

Ja. Genau so.

Nach mehr als sechs Jahren hat Céline am 12. September 2026 ihr erstes vollständiges Konzert wieder gespielt. 58 Jahre alt, 25 Songs, über zwei Stunden Konzert – und beim großen Finale dann diese Stimme.

Ich habe leider keine Tickets bekommen.

Was mich natürlich ungefähr fünf Minuten lang sehr traurig gemacht hat und danach dazu geführt hat, dass ich mir wahrscheinlich jedes verfügbare Video im Internet angeschaut habe. 😂

Aber wisst ihr was?

Ich freue mich einfach unglaublich für sie.

Vielleicht auch deshalb, weil ich sie vor vielen Jahren selbst in München sehen durfte. Ich weiß also noch ziemlich genau, wie es sich anfühlt, diese Frau live auf einer Bühne zu erleben.

Und jetzt sehe ich sie da wieder.

Nicht als Erinnerung.

Nicht als „war einmal“.

Sondern wieder da.

Und ganz ehrlich: Das finde ich wunderschön.

Es ist nicht nur ihre Stimme, die mich dabei berührt. Es ist dieses Gefühl, dass man manchmal glaubt, eine Tür sei endgültig geschlossen – und dann geht sie plötzlich wieder auf.

Vielleicht nicht genau so wie früher.

Aber vielleicht sogar auf eine ganz andere, eigene Art.

Und wenn Céline Dion dann „All By Myself“ singt und ich dabei vor meinem Handy sitze, ist das eben einer dieser Momente, in denen ich denke:

Verdammt, das Leben kann schon ziemlich großartig sein.


Und dann wäre da noch Alexander Zverev.

Ich freue mich wirklich für diesen Mann.

Nach Roland Garros nun auch noch der US-Open-Titel – sein zweiter Grand-Slam-Sieg innerhalb von drei Monaten.

Und kaum hat er gewonnen, scheint sich das Internet teilweise wieder kollektiv daran zu erinnern, warum man ihn nicht mögen könnte.

Ich frage mich manchmal wirklich:

Warum eigentlich?

Man muss einen Menschen nicht mögen. Man muss seinen Spielstil nicht mögen. Man muss auch nicht jeden Sportler sympathisch finden.

Aber manchmal habe ich den Eindruck, dass Erfolg bei manchen Menschen eine ganz erstaunliche Reaktion hervorruft.

Vielleicht ist Neid tatsächlich eines der größten Komplimente.

Denn während einer gewinnt, sitzen andere da und erklären erst einmal ausführlich, warum der Sieg eigentlich gar nicht so beeindruckend war.

Ich jedenfalls freue mich.

Nicht, weil Alexander Zverev dadurch plötzlich ein anderer Mensch wäre.

Sondern weil ich es schön finde, wenn jemand nach Jahren des Scheiterns irgendwann tatsächlich das bekommt, wofür er so lange gearbeitet hat.

Zwei Grand-Slam-Titel in einem Jahr sind nun einmal zwei Grand-Slam-Titel.

Darf man auch einfach mal anerkennen.


Zwei Objektive gehen. Eine Insta360 X4 kommt. 😎

Ich habe außerdem zwei meiner alten Objektive verkauft.

Und was macht eine Frau, die eigentlich vernünftig sein wollte?

Sie investiert das Geld natürlich direkt in eine Insta360 X4.

Logisch.

Aber ich bin tatsächlich ziemlich happy damit.

Denn plötzlich freue ich mich noch mehr auf unsere Kreuzfahrt im November.

Jetzt habe ich nämlich ein neues Spielzeug, das ich bis dahin kennenlernen darf.

Und ich kenne mich: Einfach Kamera kaufen, einschalten und losfilmen wird natürlich nicht reichen.

Nein.

Ich werde mich mit Einstellungen beschäftigen.

Mit Auflösungen.

Mit Framerates.

Mit 360-Grad-Aufnahmen.

Mit diesem ganzen Kram.

Und vermutlich werde ich irgendwann auf dem Sofa sitzen und mich fragen, warum ich nicht einfach eine normale Kamera gekauft habe. 😂

Aber genau darauf freue ich mich.

Bis November ist noch Zeit.

Also wird jetzt gelernt.

Und dann darf die X4 mit aufs Schiff und hoffentlich dafür sorgen, dass aus „Ich war da“ irgendwann „Guck mal, wie geil das war!“ wird.


Unsere Basketball-Mädels. 🏀

Okay, eine Medaille gab es leider nicht.

Aber wisst ihr was?

Platz vier bei einer Weltmeisterschaft.

Unsere deutschen Basketballerinnen gehören damit zu den vier besten Mannschaften der Welt.

Und ich möchte an dieser Stelle einfach mal Danke sagen.

Denn ich hatte so viel Spaß mit euch.

Ich habe mitgefiebert, mich gefreut, mich geärgert, wahrscheinlich zwischendurch auch Dinge gesagt, die besser nicht in einem öffentlich zugänglichen Blog stehen sollten. 😂

Aber genau dafür ist Sport doch da.

Um uns mitzureißen.

Um uns für ein paar Stunden alles andere vergessen zu lassen.

Und genau das habt ihr geschafft.

Eine Medaille wäre natürlich schön gewesen.

Aber ihr habt mir persönlich unglaublich viel Freude gemacht.

Danke dafür.

Und dann ist da noch Klößchen. 🖤

Ich weiß.

Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich diese kleine schwarze Prinzessin liebe.

Jeder, der meinen Blog kennt, weiß es wahrscheinlich ebenfalls.

Und trotzdem gibt es manchmal diese Momente, in denen mein Herz einfach komplett überläuft.

Heute Morgen zum Beispiel.

Eine Stunde Kuscheln im Bett.

Klößchen neben mir.

Kein Termin.

Kein Stress.

Keine Verpflichtung.

Einfach diese kleine schwarze Katze, die sich an mich kuschelt und damit irgendwie die gesamte Welt für einen Moment auf Pause stellt.

Und ich denke:

Was für ein Glück habe ich eigentlich mit dir?

Ich habe diese kleine Prinzessin.

Und manchmal glaube ich, wir Menschen unterschätzen völlig, wie viel Glück in so einem kleinen Wesen stecken kann.

Sie verlangt keine großen Worte.

Keine perfekten Tage.

Keine Lebensplanung.

Sie ist einfach da.

Und manchmal ist genau das genug.

Ich bin gesegnet mit ihr.

Punkt.


Und auch wenn am Monatsende die Klinik wartet …

… geht es mir gerade tatsächlich richtig gut.

Keine Angst, es geht nur für ein paar Tage zur Diagnostik.

Und ja, meine Augen nerven mich nach wie vor.

Aber abgesehen davon?

Gerade geht es mir gut.

Und ich merke immer stärker, wie sehr Kopf und Körper miteinander verbunden sind.

Wenn es einem mental schlecht geht, fühlt sich plötzlich auch der Körper schwerer an.

Und andersherum kann körperlicher Mist natürlich auch die Seele ordentlich mit runterziehen.

Deshalb versuche ich gerade nicht mehr, nur auf die körperlichen Dinge zu schauen.

Ich habe wieder Routinen.

Ich ernähre mich bewusster.

Ich achte mehr auf meinen Schlaf.

Ich versuche, mich zu distanzieren, wenn ich merke, dass bestimmte Dinge oder Situationen mir nicht guttun.

Und ich merke tatsächlich:

Das tut mir gut.

Vielleicht ist das eine der wichtigsten Erkenntnisse der letzten Monate.

Man kann nicht immer alles verändern.

Aber man kann manchmal entscheiden, was man näher an sich heranlässt.

Und was nicht.


Und dann ist da noch diese kleine Sache namens Vorfreude.

Ich habe nämlich festgestellt, dass mein Kalender bis zum Jahresende ziemlich voll mit Dingen ist, auf die ich mich freue.

Die Kreuzfahrt im November natürlich.

Unser inzwischen schon ziemlich traditionelles Wochenende in Hochfilzen im Dezember.

Friendsgiving.

Und …

Bitte hasst mich nicht.

Ich freue mich auf Weihnachten. 🎄

Ja.

Ich.

Die Frau, die jahrelang keinen Weihnachtsbaum hatte und sonst auch dieser Zeit nicht viel abgewinnen konnte.

Dieses Jahr gibt es wieder einen Weihnachtsbaum – ich habe nämlich Platz auf dem Balkon dafür. D.h. es ist sicher vor Klösschen und auch so habe ich Weihnachten einfach die letzten Jahre für mich zurück gewonnen. Oder vielleicht erst überhaupt für mich entdeckt.

Ich möchte Plätzchen backen.

Ich möchte dekorieren.

Ich möchte Weihnachts-Soulfood.

Ich möchte Weihnachtsromanzen im Fernsehen schauen, bei denen man nach ungefähr zwölf Minuten weiß, dass die beiden sich am Ende natürlich bekommen werden.

Ich möchte morgens das Fenster öffnen und diese kalte Luft ins Gesicht bekommen.

Ich möchte mich mit Klößchen aufs Sofa kuscheln.

Ich möchte Kerzen anzünden.

Und einfach dieses warme, gemütliche Gefühl haben.

Vielleicht habe ich irgendwann einfach gemerkt, dass man sich manche Dinge nicht verbieten muss, nur weil eine bestimmte Lebensphase vorbei ist.

Weihnachten gehört nicht zu einer Beziehung, egal welcher Art.

Ein Weihnachtsbaum auch nicht.

Gemütlichkeit schon gar nicht.

Und deshalb darf dieses Jahr einfach wieder ein bisschen mehr Weihnachten bei mir einziehen.

Ich freue mich drauf.


Ich weigere mich übrigens, das „Basteln“ zu nennen.

Ich habe nämlich gerade das Heimwerkeln im Kleinen für mich entdeckt.

Und ich liebe es.

Ich brauche offenbar inzwischen Dinge, bei denen ich meine Hände beschäftigen kann und mein Kopf einfach mal die Klappe hält.

Etwas bauen.

Etwas ausprobieren.

Etwas verändern.

Und wenn am Ende sogar etwas Brauchbares dabei herauskommt:

Wundervoll.

Ich finde es unglaublich angenehm, etwas zu machen, das nichts mit Alltag, Verpflichtungen, Gesundheit oder irgendwelchen anderen Baustellen zu tun hat.

Einfach machen.

Einfach abschalten.

Und am Ende steht da vielleicht tatsächlich etwas, bei dem man denkt:

Das habe ich gemacht.

Und genau deshalb suche ich übrigens gerade einen größeren Treibholzstamm, eine Wurzel oder etwas in der Art.

Gerne auch ungefähr einen Meter.

Falls jemand so etwas irgendwo herumliegen hat und sich denkt:

„Bevor ich das jetzt entsorge, könnte Sandra damit irgendeinen Blödsinn bauen“ –

Meldet euch bitte bei mir. 😂

Ich verspreche auch, dass ich es nicht „Basteln“ nennen werde.


Und dann gab es noch ein Geschenk. ❤️🤍

Letzten Sonntag haben mir Michi und Vio etwas ziemlich Großartiges geschenkt:

Ein VfB-Stuttgart-Trikot.

Und ich finde, das passt inzwischen ziemlich gut zu uns.

Wir sind da irgendwie auf den Geschmack gekommen und haben die Mädels vom VfB bisher wirklich sehr ins Herz geschlossen.

Wenn wir es schaffen, zu den Heimspielen im Stadion zu sein, genießen wir diese Zeit jedes Mal.

Und jetzt sind wir dafür auch endlich angemessen gekleidet.

Danke euch beiden. ❤️

Ich freue mich schon auf viele weitere Stadiontage mit Euch.


Und jetzt mache ich mich langsam fertig.

Nein, Moment.

Das wäre gelogen. 😂

Denn eigentlich mache ich mich morgen langsam fertig.

Heute ist nämlich erst Samstag.

Ich habe mich kurzerhand entschieden, diesen „Wort am Sonntag“-Text einfach schon heute zu veröffentlichen.

Warum?

Weil ich es kann.

Mein Blog.

Meine Regeln.

Ha ha. 😂

Also findet das Treffen mit meinem Bruder, meiner Schwägerin und meinen sehr guten Freunden erst morgen statt. Erst geht es zum Italiener und anschließend zum ersten Saisonspiel von ratiopharm Ulm.

Und ja, vermutlich sitzen wir dort getrennt.

Denn wir spielen gegen Ludwigsburg.

Familie ist eine tolle Sache.

Aber irgendwo müssen Grenzen sein. 🤣

Es möge der Bessere gewinnen.

Und danach haben wir uns selbstverständlich wieder lieb.


Und während ich hier sitze und diesen Text tatsächlich schon am Samstag schreibe, fällt mir etwas auf.

Wenn ich meine älteren „Wort am Sonntag“-Texte lese, dann weiß ich ziemlich genau, wo ich vor nicht allzu langer Zeit noch stand.

Da war viel Unsicherheit.

Viel Nachdenken.

Viel Angst vor dem, was kommt.

Viel „Was wird jetzt eigentlich aus meinem Leben?“

Und heute?

Heute sitze ich hier und habe eine ziemlich lange Liste mit Dingen, auf die ich mich freue.

Auf noch mehr großartige Konzerte wie Céline Dion.

Auf Tennis.

Auf Basketball.

Auf meine neue Kamera.

Auf die Kreuzfahrt.

Auf Hochfilzen.

Auf Friendsgiving.

Auf Weihnachten.

Aufs Heimwerkeln.

Auf Stadionbesuche.

Auf gutes Essen.

Und auch auf neue Menschen, neue Begegnungen und neue Verbindungen.

Und natürlich auf ziemlich viel Zeit mit einer kleinen schwarzen Katze, die vermutlich gerade irgendwo schläft und keine Ahnung davon hat, dass sie hier schon wieder eine Nebenrolle in meinem emotionalen Wochenrückblick bekommen hat.

Aber eigentlich ist sie Dauergast.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich gerade tatsächlich ziemlich viel Glück.

Nicht dieses perfekte Instagram-Glück.

Nicht dieses „Alles ist toll und nie etwas schwierig“-Glück.

Sondern dieses echte Glück.

Das neben offenen Fragen existieren kann.

Neben Dingen, die noch nicht geklärt sind.

Neben Terminen, Diagnostik und Augenproblemen.

Neben dem ganz normalen Wahnsinn des Lebens.

Und vielleicht ist genau das der Punkt:

Glücklich zu sein bedeutet nicht, dass alles perfekt ist.

Vielleicht bedeutet es manchmal einfach, dass die schönen Dinge gerade lauter sind als die schweren.

Und im Moment?

Sind sie verdammt laut.

Ich habe Menschen, auf die ich mich freue.

Dinge, die ich erleben möchte.

Pläne.

Vorfreude.

Ein Zuhause.

Eine kleine schwarze Katze, die morgens eine Stunde mit mir im Bett kuschelt.

Eine neue Kamera, mit der ich noch lernen muss, was ich eigentlich tue.

Eine Kreuzfahrt, die immer näher rückt.

Weihnachten, auf das ich mich tatsächlich wieder freue.

Und überhaupt dieses Gefühl, dass ich nicht mehr ständig darauf warte, dass endlich wieder alles gut wird.

Es ist gerade gut.

Nicht perfekt.

Nicht fertig.

Nicht sorgenfrei.

Aber gut.

Und ich glaube, nach allem, was in den letzten Monaten so los war, darf ich das einfach mal genießen.

Ohne es kleinzureden.

Ohne nach dem Haken zu suchen.

Ohne „aber“.

Ich bin zufrieden.

Und ich bin glücklich.

Und vielleicht ist das heute einfach die wichtigste Nachricht, die ich zu erzählen habe.

Mein „Wort am Sonntag“ gibt es diesmal übrigens schon am Samstag.

Warum?

Weil ich es kann. Mein Blog, meine Regeln. 😂

Schönen Samstag euch.

Und morgen dann vielleicht einen schönen Sonntag.

Oder so.

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