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Wort am Sonntag 27.09.2027

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Wort am Sonntag: Was bin ich dann – als Mensch?

Manchmal habe ich das Gefühl, wir leben in einer Zeit, in der man kaum noch einen Satz sagen kann, ohne dass irgendwo schon jemand mit einem Etikettiergerät hinter einem steht.

Pro Israel?

Zionistin.

Pro Palästina?

Antisemitin.

Kritisch gegenüber der israelischen Regierung?

Hamas-Versteherin.

Kritisch gegenüber der Hamas?

Islamfeindin.

Und wenn man irgendwann einfach sagt:

„Ich möchte, dass unschuldige Menschen nicht sterben.“

…ist man wahrscheinlich hoffnungslos naiv.

Vielleicht bin ich das.

Aber vielleicht ist genau diese Naivität gerade das, was uns ein bisschen fehlt.


Ein Song, den ich eigentlich gar nicht kannte

Am Freitag saß ich mit einem Freund zusammen und irgendwann landeten wir – wie so oft bei Gesprächen, die eigentlich ganz harmlos anfangen – beim Nahostkonflikt.

Israel. Gaza. Hamas. Palästina. Antisemitismus. Deutschland.

Also bei dem Thema, bei dem man mittlerweile schon beim ersten Satz überlegen kann, ob man gerade versehentlich in eine politische Schublade gefallen ist.

Im Laufe unseres Gesprächs erzählte er mir von einem Song.

Ich kannte ihn nicht.

Aber eine Zeile blieb bei mir hängen:

„Grenzen sind im Sand gezogen.“

Ich fand das sofort interessant.

Also habe ich nach dem Gespräch erstmal Google bemüht.

Und je mehr ich mich mit dem Song beschäftigt habe, desto mehr blieb ausgerechnet diese eine Zeile in meinem Kopf.

Vielleicht, weil sie so simpel ist.

Wir reden ständig über Grenzen.

Über Länder.

Über Religionen.

Über Völker.

Über politische Lager.

Über „die Israelis“ und „die Palästinenser“.

Über „die Juden“ und „die Muslime“.

Und irgendwo dazwischen geht der einzelne Mensch verloren.

Dabei sind Grenzen zunächst einmal von Menschen gezogene Linien.

Auf Landkarten.

In Verträgen.

Auf politischen Konferenzen.

Und inzwischen leider auch in unseren Köpfen.

Sand ist dafür eigentlich eine ziemlich perfekte Metapher.

Du ziehst eine Linie hinein und für einen Moment sieht sie unverrückbar aus.

Dann kommt Wind.

Regen.

Oder einfach jemand, der darüberläuft.

Und plötzlich ist sie weg.

Der Mensch auf der einen Seite ist aber noch da.

Und der Mensch auf der anderen Seite auch.


Der 7. Oktober war ein Terrorangriff. Aber nicht der Anfang der Geschichte.

Bevor ich weitergehe, möchte ich etwas ganz klar sagen:

Der Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 war Terror.

Menschen wurden ermordet, verletzt und entführt. Familien wurden zerstört. Menschen wurden aus ihren Häusern und von einem Musikfestival verschleppt.

Daran gibt es nichts zu relativieren.

Aber der 7. Oktober ist eben auch nicht der Anfang dieser Geschichte.

Und genau das scheint mir in vielen Diskussionen verloren zu gehen.

Eine Vorgeschichte zu erklären bedeutet nicht, eine Tat zu entschuldigen.

Erklären heißt nicht rechtfertigen.

Wenn ich wissen möchte, warum ein Auto gegen einen Baum gefahren ist, sage ich damit schließlich auch nicht, dass der Baum schuld ist.

Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern reicht Jahrzehnte zurück.

1947 verabschiedete die UNO einen Teilungsplan für das damalige britische Mandatsgebiet Palästina. 1948 wurde Israel gegründet, es folgte Krieg. Für die Palästinenser begann damit die Nakba – die „Katastrophe“. Hunderttausende Menschen verloren ihre Heimat oder flohen.

1967 folgte der Sechstagekrieg und Israel eroberte unter anderem das Westjordanland, Ostjerusalem und den Gazastreifen.

2005 zog Israel seine Siedler und Soldaten aus Gaza ab. Zwei Jahre später übernahm die Hamas dort die Macht. Es folgte die bis heute andauernde Abriegelung des Gazastreifens.

Und dann gibt es noch das Westjordanland.

Und genau dort wird es für mich besonders schwierig, die heutige israelische Politik noch ausschließlich mit dem Argument der Sicherheit und der Hamas zu erklären.

Denn die Hamas sitzt nicht im Westjordanland.

Trotzdem wird dort seit Jahren Land besiedelt, werden palästinensische Gemeinden verdrängt, wird Infrastruktur ausgebaut und werden immer neue Siedlungen und Außenposten geschaffen.

Die EU berichtete 2026 von einer deutlichen Beschleunigung des Siedlungsprojekts und von Entwicklungen, die auf eine zunehmende territoriale Veränderung und mögliche Annexion hindeuten. Die Vereinten Nationen bezeichnen die israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland weiterhin als völkerrechtswidrig.

Und irgendwann muss man sich doch die Frage stellen:

Was genau hat das mit der Hamas zu tun?

Wenn im Westjordanland Land genommen wird, neue Siedlungen entstehen und die palästinensische Bevölkerung immer weiter unter Druck gerät, dann kann man das nicht einfach unter dem Etikett „Kampf gegen die Hamas“ ablegen.

Das ist eine andere Baustelle.

Und genau deshalb reicht mir inzwischen auch das Wort „Sicherheitsinteressen“ nicht mehr als Erklärung für alles.


Pink, Macklemore und die Sache mit der politischen Bühne

Und dann sind wir plötzlich bei Musik.

Genauer gesagt bei Pink und Macklemore.

Eigentlich verrückt, oder?

Aber vielleicht zeigt gerade dieser Streit besonders gut, wie kaputt unsere Diskussion inzwischen ist.

Macklemore hat sich seit Jahren politisch und gesellschaftlich positioniert. Mit „Hind’s Hall“ hat er sich klar gegen das Vorgehen Israels in Gaza gestellt und bei seinen Konzerten „Free Palestine“ gerufen.

Bei einem Auftritt im September 2026 als Support von Ed Sheeran ging er noch weiter: Er sprach über Gaza und das Westjordanland, zeigte Kriegsbilder und machte seine politische Haltung sehr deutlich. Kurz darauf wurde er aus der weiteren US-Tour gestrichen. Mehrere Support Acts zogen sich aus Solidarität zurück.

Und Pink?

Pink ist selbst seit Jahrzehnten alles andere als eine Künstlerin, die brav ihre Songs singt, sich bedankt und anschließend wieder nach Hause fährt.

Sie hat mit „Dear Mr. President“ ganz offen politische Kritik an der US-Regierung formuliert und den Song während ihrer Tour immer wieder auf der Bühne gespielt. Sie hat sich für LGBTQ-Rechte eingesetzt, für Kinder, gegen Diskriminierung und immer wieder gesellschaftspolitisch Stellung bezogen.

Politische Äußerungen auf einer Bühne sind also offensichtlich nichts, was sie grundsätzlich ablehnt.

Und genau deshalb finde ich diesen Konflikt so interessant.

Denn Pink kritisierte Macklemore nicht einfach dafür, dass er eine politische Meinung hat.

Das sagt sie selbst.

Sie hat ausdrücklich erklärt, dass ihr Problem nicht „Free Palestine“ sei und sie auch nicht verlange, dass Macklemore schweigt oder von der Bühne verschwindet.

Ihr Vorwurf ist ein anderer.

Sie sagt, Macklemore habe in einem Stadion voller Menschen Kriegsbilder gezeigt, seine politische Botschaft platziert und anschließend sinngemäß den jüdischen Menschen im Stadion gesagt:

Das betrifft euch nicht.

Und genau da habe sie sich als jüdische Frau und Mutter nicht gesehen, sondern verängstigt und ausgeschlossen gefühlt.

Ich kann verstehen, dass sie das so empfunden hat.

Angst kann man einem Menschen nicht wegdiskutieren.

Aber ich frage mich trotzdem:

Hat Macklemore tatsächlich Juden gemeint?

Oder hat er eine Regierung, eine Politik und einen Krieg kritisiert?

Denn genau da liegt für mich ein entscheidender Unterschied.

Macklemore hat bei seinen politischen Äußerungen wiederholt klargemacht, dass seine Kritik nicht jüdischen Menschen gilt. Und auch bei der aktuellen Debatte ging es in seiner Rede um Gaza, das Westjordanland und die israelische Politik.

Natürlich kann jemand trotzdem durch eine politische Botschaft verletzt werden.

Natürlich können Bilder aus einem Krieg Menschen traumatisieren.

Natürlich können jüdische Menschen bei einer solchen Veranstaltung Angst bekommen.

Aber daraus folgt nicht automatisch, dass derjenige, der eine politische Position vertritt, Juden ausgrenzen wollte.

Und schon gar nicht, dass „Free Palestine“ an sich antisemitisch ist.

Das ist mir zu einfach.


Und dann kommt die Sache mit der Meinungsfreiheit

Was mich an der ganzen Geschichte besonders beschäftigt, ist etwas anderes.

Wir haben plötzlich eine Situation, in der ein Künstler auf einer Bühne eine politische Meinung äußert und anschließend darüber diskutiert wird, ob er dort überhaupt hätte sprechen dürfen.

Macklemore wurde letztlich aus einer Tour genommen, nachdem seine Äußerungen bei Veranstaltern und Stadionbetreibern für erheblichen Druck gesorgt hatten.

Und ich frage mich:

Seit wann ist eine Bühne nur noch dann eine Bühne für Meinungsfreiheit, wenn uns die Meinung gefällt?

Ich möchte gar nicht, dass Künstler unkritisiert bleiben.

Ganz im Gegenteil.

Pink darf Macklemore kritisieren.

Jüdische Zuschauer dürfen sagen:

„Das hat mich verletzt.“

Palästinensische Zuschauer dürfen sagen:

„Endlich spricht jemand über uns.“

Und Menschen, die Macklemores Auftritt unangemessen fanden, dürfen das genauso sagen.

Das ist Demokratie.

Was mir Angst macht, ist der nächste Schritt:

„Diese Meinung gefällt uns nicht, also darf sie nicht mehr auf diese Bühne.“

Denn dann sind wir ziemlich schnell bei einer Welt, in der Meinungsfreiheit nur noch so lange funktioniert, wie niemand Anstoß nimmt.

Und das wird schwierig.

Denn irgendjemand nimmt immer Anstoß.


Und jetzt komme ich zu dem Teil, bei dem ich mich selbst vielleicht endgültig aus jeder Schublade katapultiere

Ich kritisiere die Politik der aktuellen israelischen Regierung nicht nur.

Ich verurteile sie.

Das ist ein Unterschied.

Ich kann das Existenzrecht Israels und das Recht seiner Menschen auf Sicherheit verteidigen und gleichzeitig das konkrete Handeln einer Regierung für falsch, unverhältnismäßig und nicht mehr vertretbar halten.

Für mich ist die Grenze dessen, was noch mit „Verteidigung“ erklärt werden kann, längst überschritten.

Das Leid der Zivilbevölkerung in Gaza ist nicht mehr irgendein bedauerlicher Nebeneffekt eines Krieges, den man einfach hinnehmen muss.

Menschen hungern.

Menschen verlieren ihre Häuser.

Kinder verlieren ihre Eltern.

Familien verlieren alles.

Und währenddessen wird im Westjordanland Land weiter verändert, Siedlungen werden ausgebaut und palästinensische Gemeinschaften verdrängt.

Die UN berichtete 2026 von mehr als 36.000 vertriebenen Palästinensern im Zusammenhang mit Siedlungsausbau und Gewalt im Westjordanland im betrachteten Berichtszeitraum. Die EU sprach ebenfalls von einer beschleunigten territorialen Transformation und möglichen Annexionsbestrebungen.

Das macht mir Sorgen.

Sehr große Sorgen.

Denn irgendwann kann man nicht mehr so tun, als ginge es bei allem ausschließlich um die Hamas.

Die Hamas ist nicht im Westjordanland.

Und wenn dort gleichzeitig Fakten geschaffen werden, die die territoriale Zukunft eines palästinensischen Staates immer weiter verändern, dann darf man die Frage stellen, ob hier nicht längst politische Ziele verfolgt werden, die weit über die militärische Bekämpfung der Hamas hinausgehen.

Das ist keine Kritik an jüdischen Menschen.

Das ist keine Kritik am Judentum.

Und es ist auch keine Forderung nach der Abschaffung Israels.

Es ist Kritik – und in meinem Fall Verurteilung – konkreter politischer Entscheidungen.

Deutschland selbst bezeichnet den israelischen Siedlungsbau inzwischen ausdrücklich als völkerrechtswidrig und hat auch die zunehmende Siedlergewalt im Westjordanland verurteilt. Gleichzeitig hält die Bundesregierung an ihrer Unterstützung für Israels Sicherheit fest.

Und genau da würde ich mir von Deutschland mehr Konsequenz wünschen.

Denn wenn man etwas für völkerrechtswidrig hält, kann man das nicht nur in Pressekonferenzen sagen und anschließend so tun, als wäre damit alles erledigt.


Antisemitismus ist nicht die Kritik an Israel

Und damit komme ich zu einem Punkt, der mir wirklich wichtig ist.

Antisemitismus existiert.

Er ist real.

Jüdische Menschen erleben Hass, Bedrohungen und Gewalt.

Das muss bekämpft werden.

Ohne Wenn und Aber.

Aber genau deshalb muss man sauber unterscheiden.

Ein Mensch, der sagt:

„Ich hasse Juden.“

ist etwas völlig anderes als jemand, der sagt:

„Ich verurteile die Politik der israelischen Regierung.“

Das eine richtet sich gegen Menschen aufgrund ihrer Religion oder Herkunft.

Das andere richtet sich gegen politische Entscheidungen eines Staates.

Diese Unterscheidung darf nicht verschwinden.

Denn wenn jede Kritik an Israel automatisch als Antisemitismus bezeichnet wird, dann wird der Begriff irgendwann so inflationär verwendet, dass er seine Schärfe verliert.

Und das hilft am Ende niemandem.

Vor allem nicht den jüdischen Menschen, die tatsächlich unter Antisemitismus leiden.


Glaube ist nicht Politik

Vielleicht müssen wir deshalb ein paar Dinge wieder auseinanderhalten.

Judentum ist nicht die israelische Regierung.

Israel ist nicht jeder Jude auf dieser Welt.

Palästina ist nicht die Hamas.

Islam ist nicht die Hamas.

Ein Palästinenser ist nicht automatisch Terrorist.

Und ein jüdischer Mensch muss nicht automatisch jede Entscheidung einer israelischen Regierung verteidigen.

Eigentlich müsste das alles selbstverständlich sein.

Ist es aber offenbar nicht.

Religion wird seit Jahrhunderten benutzt, um Macht zu legitimieren.

Aber am Ende sitzt keine Religion auf einer Rakete.

Keine Religion entscheidet, wohin eine Bombe fliegt.

Keine Religion unterschreibt einen Militäreinsatz.

Menschen tun das.

Regierungen tun das.

Organisationen tun das.

Und genau deshalb müssen wir auch in der Lage sein, deren Entscheidungen zu beurteilen und – wenn wir sie für falsch halten – zu verurteilen.


Und was bin ich jetzt?

Vielleicht bin ich politisch einfach ziemlich unbequem.

Denn ich möchte mich nicht entscheiden.

Nicht zwischen einem israelischen Kind und einem palästinensischen.

Nicht zwischen jüdischem Leben und palästinensischem Leben.

Nicht zwischen der Sicherheit Israels und der Freiheit der Palästinenser.

Ich kann gleichzeitig sagen:

Die Hamas hat Terror verübt.

Und:

Das Handeln der israelischen Regierung verurteile ich.

Ich kann sagen:

Israel hat ein Existenzrecht und Menschen dort haben ein Recht auf Sicherheit.

Und gleichzeitig:

Palästinenser haben ein Recht auf Freiheit, Würde, Sicherheit und eine Zukunft in ihrem eigenen Land.

Ich kann Antisemitismus bekämpfen und trotzdem die israelische Regierung scharf kritisieren.

Ich kann jüdische Menschen schützen wollen und gleichzeitig palästinensisches Leid nicht wegsehen.

Das ist für mich kein Widerspruch.

Das ist die verdammte Grundlage von Menschlichkeit.

Ich will nicht den Tod eines israelischen Kindes gegen den Tod eines palästinensischen Kindes aufrechnen.

Was soll das überhaupt sein?

Eine Punktekarte des Leidens?

Israel 1 : 0 Palästina?

Herzlichen Glückwunsch.

Ein Kind ist trotzdem tot.

Und genau da steige ich aus.

Ich möchte nicht in einem Lager stehen müssen, um Mitgefühl haben zu dürfen.

Ich möchte nicht erst beweisen müssen, dass ich die „richtige“ politische Meinung habe, bevor ich sagen darf:

Ich finde das alles furchtbar.

Vielleicht ist das naiv.

Vielleicht ist es unbequem.

Vielleicht passt es nicht in eine Zeit, in der jeder möglichst schnell wissen möchte, auf welcher Seite du stehst.

Aber vielleicht müssen wir genau damit wieder anfangen.

Nicht immer zuerst fragen:

„Auf welcher Seite bist du?“

Sondern:

„Was passiert hier eigentlich gerade mit Menschen?“

Denn am Ende sind da keine politischen Schlagworte.

Keine Hashtags.

Keine Grenzen auf einer Landkarte.

Keine Regierungserklärungen.

Da sind Menschen.

Menschen, die leben wollen.

Menschen, die ihre Kinder großziehen wollen.

Menschen, die morgens zur Arbeit gehen wollen.

Menschen, die nachts schlafen wollen, ohne Angst vor Raketen zu haben.

Menschen, die ihr Zuhause nicht verlieren wollen.

Menschen, die einfach irgendwann einmal aufhören möchten, in einem Krieg geboren zu werden, den sie selbst nie begonnen haben.

Vielleicht sind Grenzen tatsächlich nur Linien im Sand.

Und vielleicht wäre es an der Zeit, aufzuhören, diese Linien auch noch in unsere Köpfe und Herzen zu brennen.

Ich stehe nicht auf der Seite einer Armee.

Nicht auf der Seite einer Regierung.

Nicht auf der Seite einer Terrororganisation.

Und auch nicht auf der Seite irgendeines politischen Lagers, das mir erklärt, welchen Menschen ich heute gefälligst mehr bedauern soll.

Ich stehe auf der Seite der Menschen.

Was bin ich dann – als Mensch?

Ein Mensch.

Nicht mehr.

Aber verdammt noch mal auch nicht weniger.

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