Randlosprojekt
Randgruppen gibt es nicht – daher RANDlos!
RANDlos
Randgruppen – ein Wort, das trennt.
Gemeint sind Bevölkerungsgruppen, die aufgrund bestimmter Merkmale ausgegrenzt werden:
Menschen mit körperlichem oder geistigem Handicap, aufgrund ethnischer Zugehörigkeit, Armut, Kinderreichtum, Obdachlosigkeit.
Menschen aus der LSBTTIQ-Community.
HIV-positive.
Strafgefangene.
Menschen, die nicht dem vermeintlich „gültigen“ Schönheitsideal entsprechen.
Menschen mit psychischen oder körperlichen Erkrankungen.
Drogenabhängige.
Oder schlicht Menschen, deren Charakter nicht ins Raster passt.
Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.
Randgruppen entstehen vor allem in Gesellschaften mit starken Ungleichheiten und Leistungszwängen. Sie stabilisieren dieses System sogar – weil sie als abschreckendes Beispiel dienen. Als Sammelbecken für all jene, die nicht der Norm entsprechen.
Und genau hier beginnt das Problem.
Das Wort Randgruppe trägt eine negative Aufladung in sich.
Es suggeriert ein Zentrum – und Menschen, die außen stehen.
Peripherie. Abweichung. Defizit.
Doch wer definiert dieses Zentrum?
Wir sind überzeugt:
JEDER Mensch wird – bewusst oder unbewusst – irgendwann einer sogenannten Randgruppe zugeordnet. Durch Herkunft. Durch Aussehen. Durch Sein. Durch Handeln.
Es gibt kein „reines Zentrum“.
Es gibt nur Perspektiven.
Unser Ziel ist es, diesem Denken entgegenzuwirken.
Zu zeigen, dass es keine Randgruppen gibt – außer in unseren Köpfen.
Es ist Zeit, diese Grenzen einzureißen.
Denn Vielfalt ist keine Abweichung.
Sie ist Normalität.
Menschen sind, wie sie sind.
Und genau das macht das Leben interessant, lebenswert – und liebenswert.
Das Projekt
RANDlos läuft bereits seit einiger Zeit – und unsere Familie wächst stetig.
Wir fotografieren schlichte Schwarz-Weiß-Portraits.
Ohne Ablenkung. Ohne Inszenierung.
Im Fokus steht die Natürlichkeit. Die Würde. Die Persönlichkeit.
Zu jedem Bild gehört eine Geschichte.
Eine ganz persönliche Antwort auf die Frage:
Was bedeutet das Thema „Randgruppe“ für dich?
Wo musstest du kämpfen?
Wo wurdest du eingeordnet?
Wo hast du dich selbst eingeordnet?
Wir greifen nicht ein.
Wir werten nicht.
Wir interpretieren nicht.
Es ist das Leben der porträtierten Person –
also auch ihre Geschichte.
Sorgfalt, Respekt und Vertrauen stehen für uns an erster Stelle.
RANDlos ist kein Projekt über Außenseiter.
Es ist ein Projekt über Menschen.
Und vielleicht vor allem eines über uns selbst.
MELDE DICH UND MACH MIT!
Kosten : Es kostet Euch nichts, außer etwas Zeit
Location : Hauptsächlich in Ulm und Esslingen
Model : Jeder kann teilnehmen