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AB UND ZU MERKE ICH DANN

  • von

AB UND ZU MERKE ICH DANN, WIE GUT ES TUN KANN…“

„…wenn man Luftschlösser baut und auf Zufälle vertraut,
gar nichts mehr plant, auf gar nichts mehr wartet, nur so.“

Frühmorgens.
Kaffee.
Kurze Nacht.
Und ein Herz, das noch immer nicht ganz hinterherkommt.

Ich habe gehört, mein Blog braucht mehr Bilder.
Heute nicht. Heute geht es nur schriftlich.
Ich habe zweimal versucht, ein Video aufzunehmen. Keine Chance. Ich bin zu emotional – und hätte Angst, etwas Wichtiges zu vergessen.

Die letzten sieben Tage?
Der Hammer.

Von „Oh Gott, das klappt niemals“
bis zu einem Hochgefühl, das ich kaum in Worte fassen kann – war alles dabei.


Ein paar Zahlen?

  • Lange Tage unter Hitze im Büro

  • Noch 13 Arbeitstage bis Norwegen

  • 69 Fans

  • 73 Unterstützer (und ich habe selbst unter meinem Blog aktualisiert)

  • 7 besondere Dankeschön-Posts

  • 2 Sponsoren-Nennungen auf meiner Homepage

  • Unzählige Nachrichten von Menschen, die mich unterstützen – teilweise ohne mich persönlich zu kennen

  • Nächtliche Telefonate mit Herzensmenschen, die genauso hibbelig waren wie ich

  • Ständiges Aktualisieren der Seite

  • 3.130 € – Fundingziel überschritten

  • Und trotzdem noch 8 Tage „to go“

Und ja: Das bedeutet, ich werde acht Tage ruhiger schlafen.


Als wir gestern Vormittag das Ziel erreicht haben, war ich sprachlos.

Kurz bevor ich losfuhr, machte ich einen Screenshot – es fehlte nur noch 1 Euro. Ich musste lachen. Und hatte gleichzeitig eine kleine Freudenträne im Auge. Dieser eine Euro würde das Projekt nicht mehr kippen.

Das endgültige „Go – wir haben es!“ erreichte mich auf einer wunderschönen Hochzeit.

Und ich war froh darum.

Weil ich diesen Tag ganz und gar diesem Paar schenken wollte.
Und weil ich selbst einen Moment brauchte.

Zum Durchatmen.
Zum Begreifen.
Zum Umschalten von
„Vielleicht klappt es“
zu
„Es hat geklappt.“

Eine Woche vorher.

Ich bin klar in dieses Projekt gestartet. Zwei Jahre habe ich darüber nachgedacht. Und ich war überzeugt, dass es okay wäre, wenn es nicht klappt.

Dachte ich.

Bis ich merkte: Es geht nicht nur um einen Kalender.
Es geht um Menschen, die an mich glauben.

Und plötzlich war es eben nicht mehr egal.

Ich hatte Angst, jemanden zu enttäuschen.

Und jetzt sitze ich hier und weiß:

Wir haben es geschafft.

Ja, wir.

Und mir scheint die Sonne aus dem Arsch – so glücklich bin ich.

Ich bringe meinen ersten eigenen Kalender heraus.
Und dafür brauchte es zwei Vorläufer. Einen über einen Verlag (4. Auflage) und einen für ein soziales Projekt.

Aber dieser hier?
Der ist meiner.

Und das bedeutet unendlich viel mehr.


Und jetzt kommt der ehrliche Teil.

Crowdfunding hat einen Vorteil – oder einen Nachteil:

Man sieht, wer einen unterstützt.
Und man sieht, wer es nicht tut.

Ich wollte diesen Gedanken eigentlich für mich behalten. Aber das wäre nicht ehrlich.

Ich gehe meist erwartungslos in Beziehungen – besonders in menschliche.
Und trotzdem gibt es diese Momente, in denen man hofft.

„Eine Hand wäscht die andere.“
„Ich revanchiere mich.“

Würde ich das einfordern? Niemals.
Aber ich würde lügen, wenn ich nicht gehofft hätte.

Und genau darin liegt der Vorteil:

Klarheit.

Zu sehen, wer hinter einem steht.
Wer an einen glaubt.
Wer da ist.

Und für diese Menschen empfinde ich eine Dankbarkeit, die ich kaum beschreiben kann.

Von den anderen Gedanken werde ich mich lösen.
Ich werde sie gehen lassen.

In Norwegen habe ich Zeit dafür.

Und das ist nicht bitter.
Das ist befreiend.


Jetzt?

Noch ein Kaffee.
Zwei Tage nur für mich und Norwegen.
Planen. Träumen. Organisieren.
In freudiger Erwartung schwelgen (nein, ich bin nicht schwanger).

Und dann kam vor zwei Tagen noch eine Anfrage rein … vielleicht gibt es auch da bald tolle News.

Ich bin selbst gespannt.

Und ja, ich habe gestern etwas mitgenommen:

Das Leben ist gut.

Auch wenn ich gerade vielleicht eine andere Haltung zu Beziehung und Liebe habe – es war unendlich schön, zwei Menschen „Ja“ sagen zu sehen, weil sie es fühlen.

Das ist etwas Besonderes.

Die Künstlerin des Abends?
Sarah Straub – unbedingt reinhören.

Und ich schließe mit den Worten, mit denen ich begonnen habe:

„Bleib da, wo du bist
Halte dich irgendwo fest
Und bleibe so wie du warst
Geradeaus.“

BAP.

Passt gut auf Euch auf.
Sandra

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