Sandra
TIDEN FLYR – DIE ZEIT VERFLIEGT …
Als ich mit diesem Blog begonnen habe, habe ich mir versprochen, immer das zu schreiben, was mir auf der Seele brennt.
Unverblümt. Direkt. Schonungslos – auch mir selbst gegenüber.
In den letzten Wochen habe ich mehrere Texte angefangen.
Wieder gelöscht.
Umformuliert.
Verworfen.
Ich habe mich dabei ertappt, wie ich plötzlich überlegte:
Was darf ich schreiben?
Was kann ich veröffentlichen?
Und vor allem – wann?
Es geht um meine Gedanken und Gefühle zum Startnext-Projekt.
Plötzlich bekommt alles ein anderes Gewicht.
Man hat Angst, etwas Falsches zu sagen.
Angst, jemandem auf die Füße zu treten.
Angst, Erwartungen nicht zu erfüllen.
Und genau da musste ich heute die Notbremse ziehen.
Denn genau das wollte ich nie wieder:
Mich selbst zensieren aus Angst, nicht zu gefallen.
Also schreibe ich jetzt ehrlich, was in mir vorgeht.
Dieses Projekt ist kein Schnellschuss.
Ich trage es seit fast zwei Jahren mit mir herum.
Was mir gefehlt hat?
Mut.
Ich hatte Angst zu versagen.
Angst, das Ziel nicht zu erreichen.
Angst vor diesem einen Satz: „Hat wohl nicht gereicht.“
Dann sagte jemand zu mir:
„Wenn du es nie versuchst, wirst du nie erfahren, ob es klappt.
Und was hast du zu verlieren?“
In diesem Moment wurde mir klar:
Ich muss das vom Wert meiner Person entkoppeln.
Wenn es nicht klappt, ist es kein Urteil über mich.
Kein Beweis von „nicht gut genug“.
Kein persönliches Scheitern.
Erst als ich das wirklich verstanden hatte, konnte ich starten.
Ganz nüchtern betrachtet gilt das immer noch:
Entweder es klappt – oder eben nicht.
Wenn nicht, bekommt jeder sein Geld zurück.
Kein Schaden. Keine Verlierer.
Aber bin ich wirklich so nüchtern?
Nein.
Und das ist der Punkt, den ich unterschätzt habe.
So ein Projekt macht etwas mit dir.
Es fühlt sich ein bisschen so an, als würdest du dein eigenes Baby in die Hände anderer legen.
Am Anfang ist da Neugier. Spannung. Hoffnung.
Und ja – auch Kritik. Und die gehört dazu.
Doch dann passierte etwas, womit ich nicht gerechnet hatte.
Dankbarkeit.
Menschen, die mich gar nicht persönlich kennen, unterstützen mich.
Schreiben Nachrichten, die mich tief berühren.
Kinder geben ihr Taschengeld.
Menschen mit wenig Geld entschuldigen sich fast dafür, „nur“ einen Zehner geben zu können – ohne zu wissen, wie viel mir genau dieser Zehner bedeutet.
Freunde, Wegbegleiter, Herzensmenschen – sie stehen da.
Und irgendwann kam der Gedanke:
Verdammt.
Was, wenn es nicht klappt?
Enttäusche ich dann all diese Menschen?
Und plötzlich wird es emotional.
Weil ich merke:
Ich habe den Ausgang nicht in der Hand.
Mit dem Start habe ich die Kontrolle abgegeben.
Für einen Schützen wie mich?
Nicht ganz leicht.
Heute sind es noch 14 Tage.
795 Euro bis zum Ziel.
Das ist viel. Das weiß ich.
Natürlich wünsche ich mir, in zwei Wochen mit euch ein Radler zu trinken und zu sagen:
Wir machen diesen Kalender.
Ihr habt ihn möglich gemacht.
Aber weißt du was?
Selbst wenn es nicht klappt, werde ich genau dieses Radler mit euch trinken.
Und „Danke“ sagen.
Denn ihr habt mir etwas viel Größeres geschenkt als einen möglichen Druckauftrag.
Ihr habt mir gezeigt,
dass ihr hinter mir steht.
Dass ihr an meine Arbeit glaubt.
Dass ihr bereit seid, etwas zu unterstützen, dessen Ergebnis ihr noch gar nicht kennt.
Das ist Vertrauen.
Und Vertrauen ist unbezahlbar.
Jemand sagt oft zu mir:
„Think big. Und glaube daran.“
Ich arbeite daran.
Und egal, wie es ausgeht –
dieses Projekt hat mir jetzt schon gezeigt, dass ich nicht allein laufe.
Und das ist das größte Geschenk.
Danke an jeden einzelnen von euch.
Und selbst das Wort „Danke“ ist eigentlich zu klein.
Stellvertretend für die aktuell 87 Unterstützer möchte ich hier zwei nennen:
Dirk Eixter und Melanie Kamper.
Sie haben genau dieses Dankeschön gewählt – und ich nenne euch von Herzen gern.
Und jetzt die Frage:
Wer sitzt in zwei Wochen mit mir im Instagram-Livechat auf ein Bier?
Passt gut auf euch auf.
Sandra