Tag 6 & 7 Staub, Sonnenuntergang und ein leiser Abschied
Der Dienstag hatte nochmal alles, was diese Reise ausgemacht hat – nur eben komprimiert auf ein paar Stunden.
Die Buggy-Tour?
Kurz gesagt: komplett drüber – im besten Sinne. Staub, Tempo, dieses Gefühl von Freiheit, das man nicht erklären kann, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Am Ende sah ich aus wie ein wandelnder Sandsturm. Aber genau so muss das sein. Genau dafür macht man sowas.
Zurück im Hotel dann erstmal Realität:
Duschen. Umziehen. Durchatmen.
Dringend notwendig.
Und trotzdem war da schon dieses leise Gefühl im Hinterkopf: Das war’s langsam.
Am Abend bin ich nochmal los. Ein letzter Drive nach La Pared. Ein letzter Sonnenuntergang.
Und der war… ja, magisch trifft es ganz gut.
Diese Wellen, dieses Licht, dieser Wind – alles wie die Tage zuvor, nur intensiver. Vielleicht, weil ich wusste, dass es das letzte Mal ist.
Ich stand da, hab einfach nur geschaut. Nichts gemacht. Kein Plan, kein „weiter zum nächsten Spot“. Einfach nur da.
Und gleichzeitig kam diese leise Traurigkeit.
Nicht schwer, nicht erdrückend. Eher so ein stilles „Ich wäre gern noch geblieben“.
Denn trotz Regen, Sturm und diesem manchmal echt wilden Wetter war die Insel einfach gut zu mir.
Mittwoch – Abschied im Regen
Der letzte Tag begann ruhig.
Kein Stress. Kein „alles noch schnell sehen“.
Bis 11 Uhr musste ich aus dem Hotel, der Flug ging erst um 18 Uhr. Also: Zeit überbrücken.
Und irgendwie hatte ich das Gefühl, Fuerteventura macht es mir nicht leicht zu gehen.
Es hat geregnet. Fast den ganzen Tag.
Nicht dieses bisschen Niesel. Sondern richtig.
Als würde die Insel selbst ein bisschen Abschied nehmen.
Trotzdem bin ich nochmal los. Ein paar letzte Spots. Kein großes Programm – eher dieses ziellose Fahren, das am Ende oft die schönsten Momente bringt.
Das Handy hat im Stundentakt Sturmwarnungen rausgehauen.
Wintersturm. Bei 20 Grad. Genau mein Humor. Übrigens kurz vor Abflug am Flughafen haben wir sogar noch die 28 Grad geknackt, bei Regen, verrückt. Besonders wenn man bedenkt, was mich am Abend in Deutschland erwarten sollte.
Schon in der Nacht hatte es ordentlich gewütet – ich bin sogar wach geworden und musste die Terrassentür schließen.
Am Morgen dann das ganze Ausmaß:
Überschwemmungen.
Schlamm auf den Straßen.
Hier und da Steine, die runtergekommen sind.
Mein erster Stopp: Giniginamar.
Klein. Ruhig. Fast ein bisschen verschlafen. Ein paar Einheimische, die versuchten, das Chaos der Nacht aufzuräumen.
Und dann ging’s weiter zu einem der eindrucksvollsten Orte dieser Reise: dem Faro de la Entallada.
Dieser Leuchtturm ist anders.
Gebaut aus dunklem Lavagestein, thront er oben auf den Klippen, fast schon dramatisch inszeniert. Nicht geschniegelt, nicht geschniegelt schön – sondern rau. Ehrlich.
Drinnen gibt’s sogar eine kleine, kostenlose Ausstellung.
Über Filme, die auf Fuerteventura gedreht wurden – darunter Produktionen wie Exodus, Solo: A Star Wars Story oder auch Teile von Wonder Woman 1984. Ziemlich cool, das an so einem Ort zu entdecken.
Und draußen?
Der Blick. Diese Küste. Diese Wellen.
Ein würdiger letzter Moment.
Und dann war’s das. Irgendwann sitzt du wieder im Auto. Fährst Richtung Flughafen. Gibst den Schlüssel ab. Und merkst: Jetzt ist es vorbei.
Aber nicht dieses „vorbei“ im negativen Sinne. Eher so ein:„Das war richtig gut.“
Fuerteventura war nicht perfekt. Das Wetter schon gar nicht. Aber vielleicht war genau das der Punkt.
Diese Reise hatte alles:Sonne, Sturm, Ruhe, Action, Einsamkeit, Freiheit.
Und am Ende bleibt genau dieses Gefühl, das man nicht planen kann: Ich komme wieder.
Der Rückflug war angenehm, ich hatte wirklich lustige Sitznachbarn, es war also kurzweilig, der Shuttle zum Auto hat auch reibungslos funktioniert, was merkwürdig war, war der Temperaturunterschied zu 2 Grad und Schneeregen auf dem Weg nach Hause – musste das wirklich sein?
Der Urlaub an sich tat gut, wie bereits geschrieben, ich glaube das wird sich nach letztem Jahr Gran Canaria ein wenig festsetzen in meinem Leben, im Frühjahr für ne Woche ins Warme zu fliegen, dei Kanaren bieten sich an und ein paar Inseln für einen längeren Stop bieten sich noch an und die ein oder andere vielleicht auch für einen zweiten Stop.
Nun heißt es zurück in den Alltag finden und bis zum nächsten Trip aushalten, wer mich kennt, weiß dass das hart ist für mich. Es dauert meist nicht lange, bis das Fernweh an der Ecke steht und mich wieder überrascht…
In diesem Sinne hoffe ich, die Leute die hier gelesen haben, hatten ein wenig Spaß und auch wenn nicht, lasst mich gern wissen, was ihr gern anders gehabt hättet – ganz unten auf der Seite gibt es eine Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, damit ich sehe, ob hier überhaupt jemand liest 🙂 Ich danke Euch.
Tag 5 – Geschüttelt, nicht gerührt – mein heutiger Roadtrip ins wilde Fuerteventura
Der Tag war eigentlich ganz anders geplant. Bootstrip? Abgesagt. Meer zu wild. Sicherheit geht vor… und mein Plan gleich mit über Bord.
Also Plan B: einfach etwas vorziehen, was eigentlich erst morgen dran war. Gute Idee – dachte ich.
Erster Stopp: Faro Punta de Jandía.
Der Leuchtturm ganz im Süden der Insel. Schön gelegen, definitiv. Aber wenn ich ehrlich bin – nach dem Spot von gestern eher so Kategorie „solide 7/10“. Trotzdem: dieses Gefühl, am Ende der Insel zu stehen, hat schon was.
Ab da wurde es… sagen wir mal: abenteuerlich.
Die Strecke entlang der Küste Richtung Cueva de Playa de los Ojos bis rüber zum Faro Punta Pesebre ist landschaftlich einfach brutal gut. Wilde Klippen, offenes Meer, kaum Menschen. Genau das, was man hier sucht.
ABER:
Diese Straße… ist keine Straße.
Das ist ein Konzept.
Ein sehr schlechtes.
Schotter, Schlaglöcher, Gerüttel deluxe. Ich wurde heute definitiv mehr durchgeschüttelt als jeder Cocktail in einer Strandbar. Mietwagen und ich haben danach erstmal kurz nicht mehr miteinander gesprochen.
Weiter ging’s Richtung Mirador de Cofete.
Aussicht? Absolut spektakulär. Dieser Blick über den endlosen Strand von Cofete ist wirklich einer dieser Momente, wo man einfach kurz still wird.
Dann der Blick aufs Handy:
„Von hier aus zum Roque del Moro laufen.“
Ich so:
Nooooo way.
Also wieder ins Auto und weiter Richtung Playa de Cofete.
Kleiner Tipp für alle, die das machen wollen:
Nehmt die nächste Möglichkeit links runter (kaum zu übersehen, aber auch nicht wirklich ausgeschildert), da kommt ihr zu so einem… nennen wir es mal „Parkplatz“. Eher ein Stück Erde mit Ambitionen.
Von dort:
Ein bisschen Mut sammeln, das kleine „Bergchen“ runter, ein paar hundert Meter am Strand entlang – und BAM: Roque del Moro.
Und ich sag’s euch:
Das ist einer dieser Orte.
Kaum Menschen.
Unfassbar weit.
Roh. Wild. Echt.
Ich hab da dann auch einfach… den ganzen Tag verbracht. Ohne Plan, ohne Uhr, einfach nur schauen, laufen, stehen bleiben.
Und natürlich wäre es kein perfekter Tag ohne einen kleinen Fail:
Ich hab eine Welle unterschätzt.
Ergebnis:
Bis Bauchnabel nass.
Aber ganz ehrlich?
Genau so muss das. Es war übrigens wärmer als erwartet.
Der Rückweg dann nochmal eine gute Stunde über diese berüchtigte Schotter-Schlaglochpiste… und danach war klar: Das war’s für heute.
Mehr ging nicht.
Und irgendwo zwischen all dem denke ich mir:
Ich glaube… ich brauche Urlaub vom Urlaub.
Und morgen wirds richtig dreckig und das findet garantiert statt…
Tag 4: Zwischen Frust, Freiheit und einem perfekten Sonnenuntergang
Der Tag begann eigentlich ganz anders. Mit einem Markt im Norden, irgendwo zwischen kleinen Ständen, leiser Musik und diesem entspannten Gewusel, das sich nie nach Stress anfühlt. Ich mag solche Orte. Einfach treiben lassen, ein bisschen schauen, nichts müssen.
Es war warm, lebendig, aber gleichzeitig angenehm ruhig – kein Vergleich zu dem, was der Tag später noch für mich bereithalten sollte.
Vielleicht war genau das der perfekte Einstieg:
Ein Moment von Leichtigkeit, bevor der Tag beschloss, mir ein paar kleine Herausforderungen zu schicken.
Die Dünen und ich – wir werden keine Freunde mehr.
Ich habe gewartet, auf Sonne gehofft… und stattdessen eine Dusche bekommen. Regen, Wind, Sand – alles gleichzeitig. Einer dieser Momente, in denen man sich fragt, warum man eigentlich gerade hier steht. Und warum man sich das freiwillig gibt.
Aber genau das ist Reisen. Nicht das perfekte Postkartenmotiv – sondern das Aushalten der Momente dazwischen.
Also Plan anpassen. Weiterziehen. Nicht festbeißen.
Der nächste Versuch: Popcorn Beach.
Zumindest in der Theorie.
In der Praxis: eine riesige Schlammfalle.
Autos, die mir schon entgegenkamen, sahen aus wie nach einer Offroad-Prüfung. Und spätestens als klar war, dass das eher ein „Mietwagen zerstören“-Spot ist, war die Entscheidung gefallen: Abbruch. Ein kleiner Stich Enttäuschung bleibt dann immer. Aber auch das gehört dazu – nicht jeder Ort ist für jeden Moment gemacht.
Also weiter. Richtung Westen.
Tanken – auch so ein kleines Abenteuer für sich. Manchmal sind es genau diese banalen Dinge, die einen kurz rauswerfen. Man steht da, wartet… und merkt irgendwann: Hier funktioniert das anders. Selbst ist der Mensch.
Wieder so ein Moment, in dem man kurz denkt:
Warum ist heute alles ein bisschen komplizierter als nötig?
Und dann passiert es.
Diese Tage haben oft einen Wendepunkt. Still, unscheinbar… und plötzlich ist alles anders. Die Westküste. Diese Straße. Dieses Gefühl beim Fahren. Der Blick aufs Meer, die Wellen, dieses raue, ehrliche Blau. Ich habe heute gemerkt, wie sehr ich genau das mag. Dieses Unterwegssein. Dieses „einfach weiterfahren“. Keine Eile, kein Ziel, nur Richtung.
Und dann: der Leuchtturm.
Schwarzes Lavagestein, das im Kontrast zum türkisfarbenen Wasser fast surreal wirkt. Wellen, die mit einer Kraft einschlagen, die man nicht nur sieht, sondern spürt. Das war kein „schöner Spot“. Das war ein Moment. Einer von denen, die kurz alles leise machen.
Aber der Tag war noch nicht fertig. Zum Glück. Denn manchmal hebt sich ein Tag genau bis zum Ende etwas auf.
La Pared.
Eigentlich war ich schon an diesem kleinen Surfer-Spot. Ich dachte: „Ja, ganz nett.“ Und wäre ich einfach nur 200 Meter weiter gefahren…hätte ich viel früher verstanden, was dieser Ort wirklich ist.
Dieser Strand.
Roh. Weit. Fast schon dramatisch. Und dann dieser Sonnenuntergang. Die Sonne, die langsam im Atlantik versinkt, während die Wellen unaufhörlich gegen die Küste schlagen.
Der Himmel, der sich färbt, als hätte jemand beschlossen, heute nochmal alles rauszuholen.
Und plötzlich ist da nichts mehr von dem Frust vom Morgen. Keine nassen Klamotten. Kein Schlamm. Kein „Warum läuft das heute nicht rund?“
Nur dieser Moment.Ich stand da und wusste: Genau dafür macht man das. Für diese paar Minuten, in denen alles passt.
Und vielleicht ist genau das die eigentliche Lektion von heute:
Du kannst einen Tag nicht kontrollieren.
Nicht das Wetter.
Nicht die kleinen Pannen.
Nicht die Umwege.
Aber wenn du dranbleibst…
wenn du weiterfährst…wenn du dich nicht vom ersten schlechten Moment nach Hause schicken lässt…Dann wartet irgendwo dieser eine Augenblick. Und der macht alles wieder gut. Ich weiß auf jeden Fall jetzt schon, wo ich morgen Abend sein werde.
Ganz sicher nicht nur 200 Meter davor.
Tag 3: Zwischen Tropfen, Wind und besonderen Momenten im Oasis Park
Manchmal sind es genau die Tage, die nicht perfekt geplant sind, die am Ende am meisten hängen bleiben.
Gestern war so einer.
Der Himmel? Wechselhaft.
Der Wind? Ordentlich präsent.
Und der Regen? Nicht dieses „ach bisschen Niesel“, sondern eher: kurz stehen bleiben und überlegen, ob man gerade wirklich auf den Kanaren ist.
Und trotzdem – oder vielleicht genau deshalb – war der Besuch im Oasis Park etwas Besonderes.
Schon beim Reingehen merkt man: Das hier ist nicht einfach nur ein Zoo. Die Anlage ist weitläufig, fast schon wie eine kleine eigene Welt. Palmen, Kakteen, verwinkelte Wege – immer wieder Ecken, die sich eher nach Entdecken als nach „Abgehen von Stationen“ anfühlen.
Der Wind hat die Szenerie dabei irgendwie dramatischer gemacht. Die Pflanzen rauschten, der Himmel zog schnell weiter, Licht und Schatten wechselten im Minuten-Takt. Für Fotos eigentlich ziemlich geil – wenn man den Moment erwischt.
Und dann dieser Regen.
Kein Dauerzustand, eher so kurze, kräftige Schauer, die alles einmal kurz durchschütteln. Klar, angenehm ist anders – vor allem, wenn man gerade dachte: „Heute reicht eigentlich eine kurze Hose.“
Aber gleichzeitig hatte das Ganze auch was. Weniger Menschen, mehr Ruhe, irgendwie eine intensivere Atmosphäre.
Was im Oasis Park wirklich hängen bleibt, sind die Erlebnisse selbst.
Die Nähe zu den Tieren ist spürbar anders als in vielen klassischen Zoos. Die Lemuren zum Beispiel – kein Glas, kein Zaun dazwischen, sondern mittendrin im Geschehen. Für einen Moment fühlt sich das eher nach Begegnung als nach „Besuch“ an.
Auch die Shows sind überraschend hochwertig gemacht. Gerade die Greifvögel – nicht einfach nur Vorführung, sondern mit einer gewissen Ruhe und Respekt gegenüber den Tieren inszeniert. Das wirkt nicht wie Zirkus, sondern eher wie ein Einblick.
Und genau das ist vielleicht der größte Unterschied:
Der Park versucht nicht, laut zu sein – sondern er funktioniert eher über Atmosphäre.
Natürlich gibt es auch die kleinen Dämpfer.
Mittags das Restaurant am Meer: Die Lage? 10/10. Wirklich ein Spot, bei dem man kurz vergisst, dass man eigentlich „nur“ essen wollte.
Das Essen selbst… eher Kategorie „passt schon“. Kein Totalausfall, aber eben auch nichts, worüber man abends noch spricht.
Aber weißt du was?
Das ist am Ende auch egal.
Weil der Tag insgesamt genau das geliefert hat, was Reisen oft ausmacht:
Nicht Perfektion – sondern Erinnerung.
Der Wind, der Regen, das kurze Frösteln zwischendurch, dann wieder Sonne im Gesicht, Tiere ganz nah und diese leicht wilde Stimmung in der Luft.
Kein klassischer Postkarten-Tag.
Aber definitiv einer, der bleibt.
Reiseblog – Tag 2
Zwischen altem und neuem… und ein bisschen Sand überall
Eigentlich wollte ich es heute ruhig angehen lassen. Wirklich. So ein „wir schauen mal, vielleicht ein Strand, bisschen lesen“-Tag.
Tja… und dann merkst du abends, dass du gefühlt einmal quer über die Insel geballert bist. Klassischer Fall von Fuerteventura hat andere Pläne mit dir.
Erstmal: Trotz Sturm “Therese” – ein absoluter Traumtag. Kurze Hose, Sonne, um die 25 Grad. Wenn das hier „schlechtes Wetter“ ist, nehme ich das bitte ab sofort jeden Tag.
Und ich hab heute noch was festgestellt:
Ich mag diese Insel. So richtig.
Allein dieses Autofahren… lange Straßen, kaum Verkehr, diese raue, fast schon surreale Landschaft – du fährst einfach und plötzlich sind zwei Stunden weg. Ohne Stress, ohne Hektik. Einfach rollen lassen.
Süden, Wind und fliegender Sand
Direkt nach dem Frühstück ging’s los Richtung Süden. Plan: ein paar Spots mitnehmen – Cofete bewusst ausgelassen (man muss es ja nicht herausfordern bei Sturmwarnung).
Erster Stopp:
Playa de Sotavento de Jandía und Playa del Esquinzo / El Salmo
Was soll ich sagen – landschaftlich absolute 10/10. Weitläufig, fast leer, dieser typische Fuerteventura-Vibe.
Sotavento ist übrigens bekannt für seine riesige Lagune bei Flut und als Kitesurf-Mekka. Heute eher: Sandstrahlanlage Deluxe.
Denn: Ich habe heute verstanden, was „Sanding“ bedeutet.
Der Wind hat mir den feinen Sand wirklich ins Gesicht geschossen – und dank Sonnencreme hatte ich quasi ein unfreiwilliges Ganzkörper-Peeling.
Spoiler: Das spürst du den ganzen Tag.
Morro Jable & die „Streifenhörnchen“
Danach: kurzer Abstecher nach Morro Jable – bisschen schlendern, Supermarkt, Leuchtturm.
Und da waren sie… diese kleinen „Streifenhörnchen“.
Kleiner Fun Fact:
Das sind keine Streifenhörnchen, sondern Atlantische Erdhörnchen (Barbary Ground Squirrels).
Die wurden irgendwann mal aus Nordafrika eingeschleppt und haben sich hier… sagen wir mal… sehr wohlgefühlt.
Sie sind super zutraulich – leider auch, weil sie ständig gefüttert werden (was eigentlich verboten ist).
Also süß? Ja.
Natürlich? Eher nicht so.
Geisterstadt & Aussicht
Weiter ging’s ins Landesinnere nach La Florida – eine kleine Geisterstadt.
Verlassene Häuser, ruhige Stimmung… aber leider inzwischen abgesperrt, man kommt nicht mehr wirklich rein.
Danach zum Mirador del Risco.
Und hier… ging’s los.
Der Moment mit den Erdhörnchen 🐿️
Die kleinen Dinger sind hier zu dutzenden unterwegs.
Und ja… sie sind wirklich so zutraulich, wie man es hört.
Ich habe sie nicht gefüttert, aber das hat sie nicht davon abgehalten, auf mir rumzuhüpfen, als wäre ich Teil ihres Rudels.
Für Fotos? Jackpot.
Aber ganz ehrlich – einfach unfassbar süß.
Betancuria – Zeit bleibt stehen
Weiter nach Betancuria.
Ein Ort, den ich schon kannte – damals von der Kreuzfahrt.
Und ich dachte mir: „Wenn ich schon in der Nähe bin…“
Zum Glück.
Betancuria ist die ehemalige Hauptstadt von Fuerteventura (gegründet im 15. Jahrhundert) und liegt wunderschön eingebettet in einem Tal.
Weiße Häuser, kleine Gassen, Palmen, kaum Hektik.
Hier passiert etwas Komisches:
Du läufst einfach los… und plötzlich ist alles langsamer.
Fast so, als hätte jemand die Zeit ein bisschen runtergedreht.
Essen mit Aussicht – La Sombra
Zum Abschluss: Essen im La Sombra.
Was ein Spot.
In den Hang gebaut, draußen sitzen zwischen Kakteen und Palmen… und dazu richtig gutes Essen.
Und die Leute dort? Einfach herzlich.
Ganz klare Empfehlung.
Rückweg & kleine Zeitreise
Auf dem Heimweg dann noch ein spontaner Stopp an einer Windmühle.
Und während ich da so hochlaufe, denke ich mir:
„Moment… das kennst du doch.“
Turns out: Ich war hier schon mal.
Dieses kleine Museum… die Mühle… alles kam wieder.
Und dann fiel’s mir ein:
Ich hatte damals genau hier ein Foto gemacht – und damit bei einem kleinen Wettbewerb auf der AIDA mitgemacht.
Nicht gewonnen… aber Top 3.
Manchmal holt dich so ein Ort einfach wieder ein.
Fazit des Tages
Ich wollte ruhig machen. Ich habe… alles gemacht.
Traumstrände ✔️
Sandsturm im Gesicht ✔️
Erdhörnchen-Action ✔️
Geschichte & Kultur ✔️
gutes Essen ✔️
kleine Zeitreise ✔️
Und irgendwo dazwischen ist mir klar geworden:
Diese Insel kann mehr als nur „schön aussehen“.
Sie fühlt sich gut an.
Tag 1
Ankommen, Durchatmen und ein Himmel voller Sterne
Manchmal macht man sich völlig umsonst verrückt.
Die Anreise nach Fuerteventura? Lief. Und zwar besser als erwartet. Das große Drama rund ums Einchecken, das mich die letzten Tage noch beschäftigt hat – komplett unbegründet. Ich hätte mir also durchaus ein paar graue Haare sparen können. Aber gut, wäre ja auch langweilig gewesen, wenn alles einfach glatt läuft, oder?
Der Mietwagen war auch schnell abgeholt, kein Stress, kein Chaos. Danach: Hotel, Essen, Bett. Mehr war an dem Tag auch nicht mehr nötig.
Heute Morgen dann ein entspannter Start in den Tag – wobei… entspannt mit einem kleinen Aber. Ich weiß nicht, wer diese dünnen Hotellaken erfunden hat, aber ich gehöre definitiv nicht zu den Menschen, die damit gut schlafen. Mir fehlt da einfach… Substanz. Aber gut, man passt sich an.
Frühstück rein, ab ins Auto, los.
Ich will die Insel sehen.
Ein Ort, der still macht
Erster Stopp: die Höhlen von Ajuy.
Auf dem Weg dorthin habe ich noch einen Zwischenhalt gemacht am Mirador Astronómico Sicasumbre – und das war einer dieser Momente, die man vorher nicht plant, die aber hängen bleiben.
Dort oben geht es um das sogenannte Starlight Reserve. Im Grunde bedeutet das: ein Gebiet, in dem der Himmel noch wirklich dunkel ist. Keine Lichtverschmutzung, kein künstliches Flimmern – einfach nur Sterne. Ein Himmel, wie man ihn in Europa kaum noch sieht.
Fuerteventura gehört zu diesen geschützten Orten. Und das ist nicht nur irgendein Label für Touristen – es ist ein echtes Versprechen: den Nachthimmel zu bewahren. Für Wissenschaft, für Natur… und irgendwie auch für uns.
Während ich dort stand und diese Tafeln gelesen habe, hat mich das mehr berührt, als ich gedacht hätte.
Weil es zeigt, wie selten echte Dunkelheit geworden ist. Und wie besonders es ist, wenn man sie noch finden kann.
Ein Ort, der einen kurz runterholt. Leiser macht.
Ajuy, Wellen und ein bisschen Chaos
Dann weiter nach Ajuy.
Die Höhlen selbst? Leider geschlossen.
Der Strand? Absolut nicht.
Was dort gerade abgeht, ist schwer zu beschreiben. Der Sturm – ich nenne ihn jetzt einfach mal liebevoll „Therese“ – hat das Meer komplett aufgewühlt. Meterhohe Wellen, die mit einer Wucht an die Küste krachen, dass man kurz innehalten muss.
Ich habe wirklich schon viele Wellen gesehen. Aber das hier war… mächtig.
Und gleichzeitig: unglaublich schön.
Einziger kleiner Dämpfer – viele Leute. Sehr viele. Für so einen kleinen Ort fast schon zu viele. Also habe ich mich irgendwann wieder ins Auto gesetzt.
Schotterpiste, Freiheit und genau drei Autos
Nächster Plan: Richtung Playa de la Solapa.
Dafür ging es erstmal über eine Schotterpiste.
Ich sag mal so: Ich hoffe wirklich, mein Autovermieter liest das hier nicht.
Aber keine Sorge – ich bin gefahren wie jemand, der genau weiß, dass er keinen Kratzer riskieren will. Langsam, vorsichtig, fast schon meditativ.
Und es hat sich gelohnt.
Ich bin direkt weiter bis zum Playa de Garcey – und das war genau mein Moment heute. Weite, wilde Klippen, die Brandung, kaum Menschen. Ich glaube, ich habe genau drei andere Autos gesehen.
Perfekt.
Surfer-Vibes und richtig gutes Brot
Irgendwann meldete sich dann der Hunger.
Also ab nach La Pared / Pájara ins Café Caveto.
Und ganz ehrlich: absolute Empfehlung.
Das ist kein „klassisches Café“, sondern eher so ein entspannter Surfer-Spot. Alles wirkt ein bisschen langsamer, ein bisschen lockerer. Man sitzt da, schaut Richtung Meer, irgendwo laufen Leute barfuß rum – und keiner hat es eilig.
Ich hatte einen Latte Macchiato und hausgebackenes Brot mit Avocado und Tomate.
Und ich übertreibe nicht: das war richtig, richtig gut.
Genau in dem Moment fing es an zu regnen.
Und irgendwie hatte ich da das Gefühl: Das reicht für heute.
Zwei Welten in 15 Minuten
Also zurück zum Hotel.
Und das Absurde: Es sind vielleicht 15 Minuten vom wilden Westen der Insel bis zur „ruhigen“ Ostseite. Während dort drüben Sturm, Wellen und Chaos herrschen, ist hier plötzlich… fast friedlich.
Sonne, kleine Wellen, ein angenehmes Lüftchen.
Ich dachte kurz, ich geh noch eine Runde am Strand laufen – aber selbst hier kam dann wieder ein kleiner Regenschauer durch. Fuerteventura macht aktuell wirklich, was es will.
Wetter? Darauf würde ich hier gerade nicht wetten.
Kleine Dinge, die plötzlich wichtig sind
Ich bin dann noch schnell in den kleinen Supermarkt um die Ecke, habe mir Kaffee und Milch fürs Zimmer geholt.
Und ich sag’s dir:
Ein Hoch auf Kaffeeecken in Hotelzimmern.
Das sind diese kleinen Dinge, die einen irgendwie direkt ankommen lassen.
Jetzt sitze ich hier, schreibe diesen Blog zu Ende, gleich geht’s zum Abendessen. Vielleicht danach noch in die Bar – heute soll es Live-Musik geben.
Zum Hotel selbst sage ich die Tage noch mehr. Da will ich erstmal noch ein bisschen reinfühlen.
Aber für heute reicht’s.
Ein erster Tag, der genau das war, was er sein sollte:
Ein bisschen Chaos, ein bisschen Staunen – und zwischendurch dieser Moment unter einem Himmel, der noch echt ist.
Passt gut auf euch auf.
PS: Fir Insider, ja das erste Sonnenbrändchen ist auch schon da, trotz Therese.
Vor der Reise
Fuerteventura – oder: Wie Reisevorbereitung plötzlich spannend wird
Eigentlich sollte es ganz einfach sein.
Ein paar Tage Sonne.
Meer.
Wind.
Und ein bisschen Abstand vom Alltag.
Also ging es an die Planung unserer Reise nach Fuerteventura. Flüge buchen, Unterkunft klären, Mietwagen reservieren – die üblichen Dinge eben, die zu einer Reisevorbereitung dazugehören.
Und dann kam der Moment, an dem plötzlich alles ein bisschen komplizierter wurde.
Der Mietwagen – und ein angeblich ungültiger Führerschein
Wie immer wollte ich vorab alles online erledigen. Gerade beim Mietwagen ist es ja angenehm, wenn man schon vor der Reise alles einchecken kann.
Also loggte ich mich beim Anbieter ein. Und bekam eine Fehlermeldung. Mein Führerschein sei ungültig.
Unmöglich, dachte ich. Mein Führerschein läuft doch erst im Januar 2027 ab. So hatte ich das zumindest immer im Kopf – schließlich habe ich mich darüber informiert.
Also begann das klassische Urlaubs-Vorbereitungsprogramm:
Telefonieren. Erst mit dem Vermittler. Dann mit dem Vermieter.
Ich blieb ziemlich hartnäckig bei meiner Meinung:
Mein Führerschein ist gültig.
Am Ende meinte die Mitarbeiterin nur recht entspannt:
Dann sei ja alles gut. Ich solle einfach ganz normal vor Ort vorbeikommen, meinen Führerschein zeigen und den Wagen abholen.
Problem gelöst – dachte ich.
Irgendetwas ließ mir keine Ruhe
Trotzdem hatte ich plötzlich dieses Gefühl, dass ich nochmal genauer nachschauen sollte. Also nahm ich meinen Führerschein zur Hand. Und lernte etwas, das ich vorher tatsächlich nicht wusste. Das entscheidende Datum ist nicht das Datum, an dem man den Führerschein bekommen hat. Es ist das Datum unter Punkt 4a auf der Vorderseite. Und dieses Datum entspricht in der Regel dem Zeitpunkt, an dem der Führerschein beantragt wurde.
In meinem Fall bedeutete das:
Zwischen Antrag und tatsächlichem Führerschein lag damals ein kleiner Zeitraum. Ich konnte mir zu der Zeit einfach nicht viele Fahrstunden pro Monat leisten, deshalb zog sich alles ein wenig. Und genau dieses „Gap“ hat mich jetzt eingeholt.
Denn:
Mein Führerschein war tatsächlich bereits ungültig.
Und ich hatte es nicht bemerkt.
Expressrettung
Zum Glück ließ sich das Ganze noch retten. Also: schnell zum Amt, Express-Neubeantragung, hoffen dass alles rechtzeitig klappt. Und tatsächlich – die Kuh ist erstmal vom Eis.
Aber ganz ehrlich:
Ich wäre niemals darauf gekommen, dass mein Führerschein schon abgelaufen ist. Deshalb mein kleiner Tipp an alle:
👉 Schaut euch eure Führerscheine mal genauer an.
Nicht nur das Datum im Kopf behalten – sondern wirklich das Datum unter 4a prüfen.
Und als wäre das nicht genug…
Weil Reisevorbereitung im Moment offenbar gerne noch eine zweite Runde Chaos einlegt, gibt es da noch eine andere kleine Baustelle.
Mein Online-Check-in bei TUI funktioniert nicht.
Aus irgendeinem technischen Grund ist er für mich gesperrt. Immerhin habe ich nach zwei Tagen und zwei Telefonaten geschafft:
meine Sitzplätze zu reservieren
das Essen im Flugzeug zu buchen
alles zu bezahlen
Aber der Check-in selbst bleibt blockiert.
Wenn ihr mich fragt:
Ziemlich ungünstig.
Wie das Ganze weitergeht, weiß ich im Moment ehrlich gesagt noch nicht.
Fortsetzung folgt …
So viel also zu den Reisevorbereitungen für Fuerteventura.
Eigentlich wollte ich nur Sonne, Meer und ein bisschen Inselwind.
Stattdessen gab es erstmal:
Führerschein-Drama
Express-Behördenbesuch
Hotline-Gespräche
und ein mysteriöses Check-in-Problem
Aber ich habe das Gefühl:
Das wird am Ende eine dieser Reisen, bei denen man schon vor dem Abflug genug Geschichten gesammelt hat.
Und ich bin mir ziemlich sicher:
Das war noch nicht das letzte Kapitel.


































































































































































































