Ein Traum, der sich erfüllt …
Einmal am Grand Canyon stehen.
Einmal Las Vegas bei Nacht sehen.
Einmal durch San Francisco spazieren, den Nebel über der Golden Gate beobachten, irgendwo in Kalifornien anhalten, nur weil die Straße gerade schön aussieht …
Wer träumt nicht davon?
Ich durfte mir diesen Traum erfüllen. Und was soll ich sagen?
Es war der Wahnsinn.
Dieser Moment, wenn man am Rand des Grand Canyon steht und plötzlich merkt, dass kein Foto dieser Welt diese Weite einfangen kann. Diese Stille. Diese Dimension. Man fühlt sich gleichzeitig winzig – und unfassbar lebendig.
Las Vegas? Laut. Schrill. Übertrieben. Und genau deshalb faszinierend.
San Francisco? Eine Stadt mit Charakter, mit Ecken, mit Hügeln, mit Geschichte.
Es war ein Road Trip voller Kontraste. Weite Wüsten. Endlose Highways. Küstenstraßen mit Blick auf den Pazifik. Motels, Tankstellenkaffee, Sonnenuntergänge, die aussehen wie aus einem Film.
Und doch lag ein leichter Schatten über dieser Reise: Corona.
Ich reiste in einer Zeit, in der vieles nicht selbstverständlich war. In der Masken, Einschränkungen und Unsicherheiten Teil des Alltags waren. Dazu kamen die verheerenden Waldbrände, die 2020 besonders wüteten und ganze Landschaften in Rauch hüllten. Orte, die ich sehen wollte, waren teilweise nicht zugänglich oder nur eingeschränkt erlebbar.
Aber wisst ihr was?
Ich komme einfach wieder.
Manche Träume darf man zweimal träumen. Vielleicht sogar intensiver.
Und ja – zu meiner Schande muss ich gestehen: Ich habe es bis heute nicht geschafft, alle Videos dieses Trips zu schneiden und zu veröffentlichen. Sie schlummern noch auf meiner Festplatte. Rohmaterial voller Erinnerungen, voller Staub, Hitze, Highway und Herzklopfen.
Aber ich arbeite daran.
Und ganz ehrlich – Vorfreude ist doch bekanntlich die schönste Freude.
Vielleicht ist genau das das Schöne an Reisen:
Sie enden nie wirklich.
Sie warten einfach darauf, weiter erzählt zu werden.