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MANCHMAL KOMMEN DINGE ANDERS ALS MAN DENKT

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… das nennt man Leben 🙂 …

… das nennt man Leben 🙂

11.03.2018

Als ich heute auf meiner Facebookseite gefragt habe, ob ihr lieber ein Bild oder einen Blog möchtet, war ich ziemlich sicher, dass ihr das Bild wählen würdet.

Vielleicht, weil auf meinen Blog verhältnismäßig wenig Feedback kommt. Vielleicht, weil ich dachte, eure Prioritäten liegen woanders.

Umso schöner, überrascht zu werden.

Eigentlich hatte ich diese Woche schon an einem anderen Thema geschrieben.
Doch dann passierten Dinge, die meine Gedanken in eine andere Richtung lenkten. Manchmal fühlt sich ein Text plötzlich nicht mehr richtig an. Dann muss er warten. Für manche Dinge braucht es den passenden Moment.

Also gut. Blog it is.

Und heute fühlt sich nur ein Wort richtig an:

MOOI.

Mooi heißt „schön“.

Und für Schönheit – egal in welcher Form – sollte man dankbar sein. Vielleicht sogar ein wenig demütig.

Sind es nicht genau diese Momente, die das Leben ausmachen?
Die uns fühlen lassen.
Die Spuren hinterlassen.


Im letzten Mai war ich mit zwei wundervollen Herzensmenschen an der Ostsee.
Mir ging es damals nicht besonders gut.

Und trotzdem war ich glücklich.

Weil ich dort sein durfte – ohne Druck.
Mit Menschen, die einfach da waren.
Egal wie ich drauf war.
Egal wie es mir ging.

Und während ich äußerlich reiste, begann innerlich etwas anderes:

Ich nahm Abschied.

Von einem Menschen, der mir viel bedeutet hat.

Erst diese Woche sagte jemand zu mir:
„Einer liebt immer mehr.“

Vielleicht stimmt das.

Und manchmal tut genau das weh.


Ich lief allein am Meer entlang.
Es war stürmisch.
Die Wolken waren imposant und gleichzeitig bedrohlich.
Mitten am Tag wurde es dunkel, und es begann zu regnen.

Ich hörte Musik.
Ich dachte an sie.
Und mir liefen die Tränen.

Ich schäme mich dafür nicht.

Dann spielte meine Playlist einen Song von Marco BorsatoMooi.

„Es geht nicht darum, ob es die Wahrheit ist oder nicht.
Es geht darum, wie du es siehst.“

Und plötzlich stand ich da – allein am menschenleeren Strand –
und musste mir eingestehen:

Dieses Leben ist schön.

Nicht, weil immer alles gut ist.
Nicht, weil niemand geht.
Nicht, weil man nie verliert.

Sondern weil ich die Wahl habe, wie ich es sehe.

Ich kann verfluchen, dass ich jemanden loslassen muss.
Oder ich kann dankbar sein, dass ich ihn überhaupt erleben durfte.

Denn wo kein Licht ist, gibt es auch keinen Schatten.


Wie schön kann das Leben sein?

Es geht bloß darum, wie du es siehst.
Es geht bloß darum, was du träumst.
Wie schön ist deine Wirklichkeit?
Du bist genau so reich, wie du dich fühlst.

Und an diesem stürmischen Tag am Meer habe ich begriffen:

Ich darf traurig sein.
Ich darf weinen.
Und trotzdem darf ich glücklich sein.

Das nennt man Leben.

Passt gut auf Euch auf.
Sandra

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