"Tiden flyr - Die Zeit verfliegt..."

Als ich angefangen habe, mit diesem Blog, habe ich mir gesagt, dass ich immer schreiben möchte, was mir auf der Seele brennt. Unverblümt, direkt, schonungslos - auch mir selbst gegenüber. Seit geraumer Zeit habe ich den ein oder anderen Text angefangen, wieder beiseitegelegt, wieder geändert, oder gar gänzlich verworfen. Ich habe angefangen, mich zu fragen, was kann ich schreiben, was kann ich von dem was ich denke veröffentlichen und zu welchem Zeitpunkt. Es geht um mein Denken und meine Gefühle bezüglich des Projektes bei Startnext. Plötzlich bekommt alles eine andere Wertung und man hat Angst etwas falsch zu machen…aber vielleicht musste ich ausgerechnet heute für mich die Notbremse ziehen. Mir selbst wieder klar machen, dass ich genau das nicht mehr wollte – hinterfragen, was ich „darf und kann“ und was nicht.

Deswegen möchte ich euch ganz ehrlich sagen, was in mir vorgeht, was ich denke und fühle diesbezüglich.

Wie ich hier und da schon erwähnt habe, ist der Start dieses Projektes kein überstürztes Handeln gewesen. Ich „schleppe“ das Ganze sicher schon seit 2 Jahren mit mir rum und ich gestehe – mir fehlte der Mut. Ich hatte Angst zu versagen, habe mich gefragt, was passiert wohl, wenn man es nicht schafft, wenn man nicht das „Ziel“ erreicht.

Und dann sagte mir jemand:

Wenn du es nie versuchst, wirst du es nie erfahren – und was hast du zu verlieren?







In diesem Moment war mir klar, dass ich das von mir als Person abkoppeln muss. Ich darf den möglichen Ausgang nicht persönlich nehmen oder gar als Niederlage verbuchen, falls es nicht klappt. Davon muss ich mich frei machen, erst dann kann ich es starten. Und als ich das Projekt vor ein paar Wochen auf Reisen geschickt habe, war ich genau an diesem Punkt. Ich sagte zu mir selbst: „Entweder es klappt – oder eben nicht, wenn es nicht klappt, bekommt jeder sein Geld zurück, keiner erfährt also einen Nachteil.“

Ganz nüchtern betrachtet ist es nach wie vor genau so!

Aber bin ich wirklich dieser nüchterne Mensch? – nein bin ich nicht – nicht immer. Es gibt eine Sache, die ich wahrlich unterschätzt habe. Und zwar die Tatsache, dass so ein Projekt auch durchaus etwas mit einem macht und dabei geht es am wenigsten um den Druck möglicher Kalender. Es ist ein wenig so, als würde man sein eigenes Baby in die Hände von anderen Menschen legen. Am Anfang ist man nervös, man ist gespannt und neugierig und wartet, was wohl passieren wird, wie die Menschen darauf reagieren. Und glaubt mir die Reaktionen waren nicht ausschließlich positiv, was auch gut, wichtig und richtig ist.

Nachdem die ersten Unterstützungen von Euch getätigt wurden, stellte sich bei mir ein anderes Gefühl ein, was bis heute anhält. Es ist nicht mehr nüchtern, es ist voller Dankbarkeit. Menschen die mich nicht persönlich kennen, haben mich unterstützt und schreiben mir Nachrichten, die mich wirklich berühren, weil sie an meine Arbeit glauben. Kinder „spenden“ ihr Taschengeld. Menschen die vielleicht selbst gar nicht so viel haben, entschuldigen sich quasi, dass sie nur nen Zehner in den Pott werfen können, ohne zu wissen, dass dieser so unendlich viel mehr für mich bedeutet. Freunde, Menschen die mir Nahe stehen, die mich seit Jahren begleiten – sie sind auch hier da, sie glauben an mich. Und irgendwann kommt der Moment, an dem ich dachte: „Verdammt – was wenn es nicht klappt?!

Enttäusche ich all diese Menschen dann?“ Und plötzlich wird einem ziemlich hart bewusst, dass man genau das nicht in der Hand hat, ich habe dieses Projekt und dessen Ausgang nicht in der Hand. Ich habe mit der Startphase die Kontrolle darüber abgegeben…

Nicht immer einfach… besonders für einen Schützen wie mich.




Aber: Genau heute sind es noch 14 Tage – und 795 Euro die noch bis zum Ziel fehlen. Das ist jede Menge Holz dessen bin ich mir bewusst. Und ja ich würde gern in 2 Wochen am Sonntagabend zusammen mit Euch ein Radler köpfen und Euch sagen können – wir machen den Kalender und ihr bekommt ihn – denn ihr habt es möglich gemacht und zwar nur ihr.

Und was wenn es nicht klappt? Dann werde ich genau an diesem besagten Sonntag ein Radler mit Euch trinken und „Danke“ sagen. Denn ihr habt mir das größte Geschenk gemacht, vielleicht ohne es zu wissen, oder ohne dass es Euch wirklich bewusst ist oder war. Ihr habt mir gezeigt, dass ihr hinter mir steht, dass ihr an das was ich tue glaubt und ihr habt ein Projekt unterstützt, ohne das Ergebnis im Vorfeld zu sehen. Eure Nachrichten, Eure Unterstützung, Eure Kommentare – ihr habt keine Vorstellung, was das mit mir macht und was es mir bedeutet.

Jemand sagt regelmäßig zu mir „think big und glaube daran“ – Und ich bin dieser Person dankbar, weil sie mir Wege aufzeigt, Dinge anders zu sehen…und eins ist klar, egal ob es den Kalender geben wird oder nicht, die Tatsache, wie dieses Projekt gelaufen ist und das Wissen darum, dass es Menschen gibt, die an mich glauben, ist und bleibt das größte Geschenk.

Danke an jeden Einzelnen von Euch – und Danke wäre noch zu wenig!

Ein besonderer Dank – stellvertretend für jeden der 87 Unterstützer derzeit – geht an Dirk Eixter und Melanie Kamper. Sie haben bei den „Dankeschöns“ genau dies ausgewählt und ich tue nichts lieber, als Sie genau hier zu nennen…





ZUM PROJEKT BEI STARTNEXT

Wenn von Euch treffe ich in 2 Wochen im Live Chat auf Instagram auf ein Bier?

Passt gut auf Euch auf!
Sandra