"Puh...was für Tage und Wochen."

Ich weiß es ist ruhig geworden, zumindest was die sozialen Medien betrifft, denn in meinem Leben war es alles andere als ruhig. Vielmehr hatte ich in den letzten Wochen das Gefühl ein Orkan fegt einmal anständig durch, bringt alles durcheinander, bringt mich ins Wanken und jetzt ist der Moment danach, wo sich der Staub legt, man die Schäden betrachtet, die reinigende Luft tief einatmet und sich umschaut, um einen Weg zu finden, wie man weiter gehen kann.

Dass die Zeit nach Norwegen stressig werden würde, war mir bewusst, aber nicht dass es so viel wird, das gebe ich ehrlich zu. Selbst für eine „stresserprobte“ Person wie mich, ist es eindeutig zu viel. Ich habe versucht auf die guten Ratschläge zu hören, Dinge abzusagen (was ich bisher nie getan habe), kleine Freiräume zu schaffen, die prompt mit anderen Dingen gefüllt wurden, die sich eben nicht verschieben lassen. Nun habe ich mir gestern und heute tatsächlich ein wenig gegönnt um etwas durchzuatmen, gearbeitet habe ich dennoch.

Es ist schwer zu beschreiben, wie ich mich fühle und was in mir abgeht, was auch daran liegt, dass ich noch nicht über alles reden kann. Es gibt eine Sache, die noch nicht 100%ig fest steht, mich jedoch schon sehr beschäftigt und mein derzeitiges Handeln sehr beeinflusst, aber so lange es nicht safe ist, sollte man keine Worte darüber verlieren. Abgesehen von dieser einen Sache, lag mein Fokus die letzten Tage und Wochen auf Kundenaufträgen und vor allem Startnext. Letzteres hat mich wahnsinnig viel Zeit, Arbeit und vor allem Glauben gekostet. Dass mir so etwas passieren würde, ist bei mir vermutlich nicht mal so abwegig, für Menschen die mich gut kennen. Ja bei mir geht immer irgendwie was schief, aber warum diesmal? Warum bei diesem Projekt? Ja am Ende ist alles gut, wenngleich ich nach wie vor nicht verstehe, was und wie es passiert ist. Aber es hat Spuren hinterlassen. Ich merke wie ich viele und vieles hinterfrage, wie ich eher skeptisch statt vertrauensvoll reagiere. Das Ausmaß ist für mich noch nicht abzuschätzen, aber es fühlte sich zwischendurch wirklich, wirklich derb an und hat mir Angst gemacht. Ich hatte wirklich Angst! Ich wusste nicht, wer mir so etwas antut und warum! Eine Antwort wird es vermutlich nie geben, vermutlich werde ich nie herausfinden, was wirklich passiert ist ... und das trägt nicht unbedingt dazu bei, sich besser zu fühlen.

„Aber ich habe zu viel zu tun, als das ich meinen Fokus verlieren könnte, also abstreifen, weiter laufen…“

Nach Startnext kommt der Kalender! Ich bin bereits dran, er gewinnt an Form und mit dem was ich so denke hauche ich ihm hier und da Leben ein. Aber ich gestehe, die letzten Wochen haben mich dünnhäutig werden lassen, mehr als je zuvor möchte ich, dass er perfekt wird und habe Angst, dass er jemandem nicht gefallen könnte…im Moment versuche ich diesen Zustand als positiv zu sehen, als Motivation zu betrachten.

Im Oktober folgt noch das Mitarbeiterfest in meiner Firma, wo ich dieses Jahr ein wenig in der Orga mitwirken darf, macht viel Spaß, ist aber auch ein wenig zeitintensiv, da es zusammen mit der Hausmesse fällt. Wenn all das Mitte Oktober vorbei ist, bleiben mir 2 Wochen um meinen Umzug vorzubereiten. Darauf freue ich mich wahnsinnig. Aber das wird dann für ca. 4 Wochen ein hartes Stück Arbeit, so neben meinem normalen Job und all den anderen Projekten, aber das wird…

Und dann haben wir auch schon Dezember und das Jahr findet seinen Abschluss in hoffentlich ein paar Tagen Ruhe in meiner neuen Wohnung, nachdem wir den Endjahrsspurt in der Firma hoffentlich erfolgreich über die Bühne gebracht haben. Verrückt wenn man bereits im September das komplette restliche Jahr verbucht hat…andererseits könnte man sagen, ich habe einen Plan ...

Aber ich merke, dass ich nicht nur all diese Dinge im Kopf habe, es sind so viele Dinge die mir durch den Kopf gehen in diesen Tagen. Freunde die mir am Herzen liegen, Freunde die bald ganz besondere Geburtstage feiern und mir Nahe stehen, Freunde deren Gesundheit wichtiger ist, wie so mancher Plan, Freunde die in Chemnitz wohnen und all das was dort ebenfalls passiert, Menschen mit denen ich intensive Zeiten verbringen durfte, welche ich als Geschenk betrachte, Freunde mit denen ich stundenlang reden kann und weiß, mein Gegenüber versteht mich. Neue Freunde die ich in besonderen Momenten begleiten durfte. Ich bin so unendlich dankbar für diesen kleinen Kreis von Herzensmenschen, Menschen denen ich vertrauen kann… und auch wenn alles um mich herum sich gerade im Eiltempo dreht, so liebe ich dieses Leben so sehr…

Und bevor ich vor lauter Erschöpfung heute übermäßig sentimental werde, gehe ich jetzt weiter Bilder von Norwegen bearbeiten und freue mich über Eure Kommentare, was beschäftigt Euch in diesen Tagen? Sind es Dinge die waren, Dinge die kommen? Sind es aktuelle Situationen die in unserem Land passieren? Was beschäftigt Euch?

Habt einen wundervollen Sonntag und passt auf euch auf! Sandra