Verrückt, verrückt, verrückt…

so, oder so ähnlich könnte man 2018 bei mir beschreiben. Ich glaube, ich bin sowas wie ein Sonnenkind, denn in diesem Jahr läuft es einfach für mich und ich bin dankbar dafür. Angefangen hat es mit meinem jährlichen Personalgespräch in meiner Firma, über das Startnextprojekt, bis zu meinem wundervollen Norwegenurlaub. Und nun habe ich sogar die Möglichkeit, eines meiner Ziele nach Norwegen früher in die Tat umzusetzen, als ich ursprünglich dachte und geplant habe. Ich werde umziehen und zwar noch dieses Jahr. Und obwohl es alles über den Haufen wirft, den Rest des Jahres unglaublich stressig machen wird – so fühlt es sich dennoch extrem gut an.

Eine Sache die mir in Norwegen schon nach wenigen Tagen klar war, war die Tatsache, dass ich viel zu viel dabei hatte. Ich hatte 4 Boxen geplant. Eine für Technik, sprich Kamera, Laptop, Objektive, Ladekabel etc.
Eine zweite für Essen und Kochutensilien, die dritte für Klamotten und Nummer 4 war für Bücher, Hygieneartikel und den sogenannten Kleinkruscht… Bereits nach 3-4 Tagen stellte ich jedoch fest, dass locker die Hälfte hätte zu Hause bleiben können. Damals war ich mit den Gedanken noch vorsichtig, schließlich hatte ich noch über 3 Wochen vor mir… aber an der Meinung änderte sich bis zum Schluss nicht mehr viel. Bereits Anfang der zweiten Woche, packte ich die Kisten um und hatte fortan nur noch eine Kiste, mit den gängigen Dingen die ich brauchte.

Im Zuge dessen wurde mir wirklich bewusst, wie viel „Gepäck“ wir mit uns rumschleppen, welchen wir eigentlich nicht benötigen. Da gibt es diesen wundervollen Song von Silbermond „Leichtes Gepäck“ und viele Leute sagen und denken – ja sie haben Recht. Aber danach zu leben, fällt offensichtlich vielen schwer. Sich zu trennen, von Dingen die man erstanden hat, vielleicht sogar Erinnerungen, oder das Lieblingskleidungsstück, wo man sich selbst Jahrelang einredet „irgendwann passe ich da wieder rein“.

Denn eines Tages, fällt dir auf
Es ist wenig, was du wirklich brauchst
Also nimmst du den Ballast
Und schmeißt ihn weg
Denn es lebt sich besser
So viel besser
Mit leichtem Gepäck
SILBERMOND


















Und auch wenn ich davor schon seit einiger Zeit immer mehr aussortiere und das nicht nur materiell, so merke ich immer mehr, wie groß der Wunsch ist, sich wirklich auf das wichtige im Leben zu konzentrieren. Wie unwichtig Statussymbole sind und wie wichtig Dinge sind, die man oftmals eben nicht „festhalten“ kann.

Und auch wenn ich davor schon seit einiger Zeit immer mehr aussortiere und das nicht nur materiell, so merke ich immer mehr, wie groß der Wunsch ist, sich wirklich auf das wichtige im Leben zu konzentrieren. Wie unwichtig Statussymbole sind und wie wichtig Dinge sind, die man oftmals eben nicht „Festhalten“ kann.

Heute und jetzt ist es mir zu viel. Ich saß schon vor Norwegen oft in meiner Wohnung und fragte mich, brauche ich das alles? Brauche ich diese große Wohnung mit zwei Balkone, so viel Möbel, so viel von allem… Nein ich brauche es nicht.

Daher freue ich mich wahnsinnig auf das neue kleine, schicke, süße Zuhause von mir und Klößchen. Ziel ist es 50% des Haushaltes loszuwerden, vielleicht verkaufen, vielleicht verschenken… Nur weg muss es. Damit wir wieder frei atmen können und uns auf das Wichtige und Wesentliche konzentrieren können. Verrückterweise ist das „Ausmisten“ das auf was ich mich mit am Meisten freue bei der ganzen Geschichte…

Und ja in Norwegen fiel die Entscheidung, dass ich eine neue Wohnung suchen wollte, allerdings habe ich dieses Ziel auf 2019 gelegt, denn der Rest von 2018 ist so unglaublich voll. ABER – unverhofft kommt oft und man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Dass sich das mit der Wohnung jetzt so kurzfristig entschieden hat, ist ein Geschenk. Und egal, was passiert, es wird schon funktionieren :) Denn am Ende wird alles gut.

Und es rückt meinen Zeitplan extrem zusammen, Norwegenaufarbeitung, der Kalender, gebuchte Shootings, andere Kundenaufträge…das alles wird nun zusammen geschoben und ich habe endlich wieder richtig Feuer und will loslegen… Auch wenn mir bewusst ist, dass nicht alles von heute auf morgen klappt. Meine Gedanken über Norwegen sind noch nicht klar. Ich fühle meine Zeit dort noch so unglaublich intensiv nach, es wird etwas dauern die richtigen Worte zu finden. Und nachdem mir viele von Euch auf Facebook so positiv zugesprochen haben, dass ich mir die Zeit nehmen soll, werde ich dies auch tun. Aber ich kann Euch sagen, dass ich es zumindest mal geschafft habe, all das Material anzusehen. Von knapp 3.000 Bildern habe ich bereits eine Vorauswahl auf 700 getroffen – die nun nach und nach auf 13 reduziert werden will, bevor es an deren Bearbeitung und das Design des Kalenders geht. Aber es wird! Versprochen und ich werde meinen Termin Ende September / Anfang Oktober halten können.

Ich habe mich auch gefragt, wie genau ich die Auswahl der Bilder treffe. Es gab für mich zwei Optionen. Zum einen dachte ich, ich mache eine Auswahl der – sagen wir mal – 30 besten Bilder und lasse Euch per Voting entscheiden. Oder: Ich mache es komplett selbst und persönlich. Ich habe mich für letzteres entschieden. Ja das birgt Risiken – ihr könntet andere Bilder bei mir sehen, die ich veröffentlichen werde, die nicht im Kalender sind, die ihr aber besser findet. „Das hätte ich gern im Kalender gehabt“ könnte ein Statement sein, welches mich treffen könnte und was ich dann so aufnehmen muss und werde. Aber: Die Menschen die bei Startnext in den Kalender investiert haben und ihn überhaupt erst möglich gemacht haben, vertrauen mir offensichtlich. Denn keiner wusste wie er aussehen wird etc.

Also bekommt ihr zu 100% einen Kalender der eben 100% von mir ist. Nicht nur mit meinen Bildern, sondern auch hier und da mit Gedanken und persönlichen Dingen, die mir wichtig sind. Ihr dürft gespannt sein – genauso wie ich, wie ihr es finden werdet :)

Soo nun habt ihr einen klitzekleinen Zwischenbericht und ich mache mich jetzt zurück an die Arbeit.

Passt gut auf Euch auf!
Sandra